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Geschichte des Landkreises Rhein-Erft

Der Rhein-Erft-Kreis ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Köln. Von 1975 bis Ende Oktober 2003 hieß der Kreis Erftkreis. Die Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreis ist Bergheim.

Kreisgliederung
Städte
1. Bedburg, Mittlere kreisangehörige Stadt (24.859)
2. Bergheim, Große kreisangehörige Stadt (62.722)
3. Brühl, Mittlere kreisangehörige Stadt (44.563)
4. Erftstadt, Mittlere kreisangehörige Stadt (50.972)
5. Frechen, Mittlere kreisangehörige Stadt (49.645)
6. Hürth, Mittlere kreisangehörige Stadt (56.379)

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7. Kerpen, Große kreisangehörige Stadt (64.698)
8. Pulheim, Mittlere kreisangehörige Stadt (53.752)
9. Wesseling, Mittlere kreisangehörige Stadt (35.251)

Gemeinden
1. Elsdorf (21.368)

Der Rhein-Erft-Kreis grenzt im Norden an den Rhein-Kreis Neuss, im Osten an die kreisfreie Stadt Köln, im Süden an den Rhein-Sieg-Kreis sowie Kreis Euskirchen und im Westen an den Kreis Düren.

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Der Kreis hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 38 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 28 km. Der höchste Punkt des Kreises befindet sich mit 207 m auf der Glessener Höhe in Bergheim. Der nördliche Stommelerbusch, an der Pulheimer Stadtgrenze gegen Dormagen und Köln, verzeichnet eine Höhenlage von nur 42 m. Somit befindet sich dort der niedrigste Punkt des Kreisgebiets.

Der Rhein-Erft-Kreis wurde im Rahmen der Kreisreform gemäß § 26 Köln-Gesetz zum 1. Januar 1975 unter der Bezeichnung Erftkreis aus den ehemaligen Kreisen Bergheim und Köln (außer den Köln zugeschlagenen Teilen) sowie der Stadt Erftstadt des Kreises Euskirchen neu gebildet. Es gab zunächst zwei Verwaltungssitze, nämlich Hürth und Bergheim. Seit dem 3. September 1993 sind diese zu einem einzigen Sitz in Bergheim zusammengefasst. 1976 kam zum Kreisgebiet noch die Stadt Wesseling hinzu, die aus der Stadt Köln wieder ausgegliedert werden musste.

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Nachdem der Kreistag die Umbenennung des Kreises in Rhein-Erft-Kreis beschlossen hatte, genehmigte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen mit Wirkung vom 1. November 2003 den neuen Namen. Der Landrat nahm am 25. September 2003 die Urkunde zur Umbenennung entgegen. Der Kreis verspricht sich vom neuen Namen eine bessere internationale Vermarktung.

Der Rhein-Erft-Kreis ist geprägt von Bodenschätzen, im besonderen von der Braunkohle. Der Kreis liegt im Zentrum des Rheinischen Braunkohlereviers. Das Unternehmen RWE betreibt im Kreisgebiet (Bergheim-Niederaußem) das größte Braunkohlekraftwerk Europas.

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Auch die Landschaft der Region ist von den großen Tagebauen geprägt. Ganze Dörfer mussten den Baggern weichen. Doch auch wegen der verkehrstechnisch guten Lage siedelten sich viele Unternehmen im Kreis an. Sie nutzen die optimale Umlandstruktur sowie der Nähe zum Flughafen und dem Container-Bahnhof Köln-Eifeltor.

Da der Kreis sich fast komplett um das linksrheinische Köln schließt, sind die Städte des Rhein-Erft-Kreises an die von Köln ausgehenden Eisenbahnstrecken angebunden:

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* Hürth und Brühl an die Strecken Köln–Bonn–Koblenz (linke Rheinstrecke), bzw. Köln–Euskirchen–Trier (Eifelstrecke)

* Frechen und Kerpen an die Strecke Köln–Horrem–Düren–Aachen (auch S-Bahn)
* Pulheim an die Strecke Köln–Grevenbroich–Mönchengladbach
* Erftstadt an die Strecke Köln–Euskirchen–Trier (Eifelstrecke)
* Bedburg und Bergheim an die Strecke Horrem–Grevenbroich–Neuss, bzw. Köln-Bergheim-Bedburg-Grevenbroich-Neuss-Düsseldorf

 

Bergheim und Bedburg liegen an der Erftbahn, einer Verbindungsstrecke von Horrem nach Neuss über Grevenbroich. Dabei handelt es sich von Horrem bis Bedburg um eine Strecke der ehemaligen Bergheimer Kreisbahn, von Bedburg bis Neuss um die Staatsbahnstrecke Düren–Bedburg–Neuss. Der Abschnitt Bedburg–Elsdorf–Düren fiel dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer.

Die Städte Wesseling, Brühl, Hürth und Frechen sind zudem noch an das Kölner Stadtbahnnetz angeschlossen. Durch Wesseling führt die Rheinuferbahn der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen (KBE), heute Stadtbahnlinie 16. Durch Hürth und Brühl fährt die ehemalige Vorgebirgsbahn der KBE, heute Linie 18. Nach Frechen verläuft die Strecke der ehemaligen Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE), heute die Stadtbahnlinie 7.

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Ähnlich wie bei den Schienenstrecken wird auch hier der Rhein-Erft-Kreis von der Lage in der Peripherie des Verkehrsknotens Köln begünstigt.

Die Städte sind an folgende Autobahnen und Bundesstraßen gut angeschlossen:

* Pulheim: A 4, A 1, A 57, B 59
* Frechen: A 1, A 4, B 55, B 264
* Hürth: A 1, A 4, B 265
* Brühl: A 553, B 51, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 1, A 61
* Wesseling: A 553, A 555, B 9

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* Bedburg: A 61, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 44, A 540, A 46, A 4, B 477, B 55, B 59, B 264
* Bergheim: A 61, B 55, B 477, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 4
* Kerpen: A 4, A 61, B 264, B 477, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 1
* Erftstadt: A 1, A 61, B 265, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 553, B 51
* Elsdorf: A 61, B 55, B 477, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 4

Der Kreis hat so genannte Baggerstraßen, diese ermöglichen es, mit den Großbaggern, von einem Tagebau zum anderen zu fahren. Sie sind meist nicht als "Straße" zu erkennen und werden in der Zeit, in der sie nicht befahren werden, stellenweise auch landwirtschaftlich genutzt.

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Die kreiseigene Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) unterhält zahlreiche Regionalbuslinien. Die wichtigsten werden meist im Stundentakt bedient. Zusätzlich gibt es noch die KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe) Linie 145, diese verbindet Frechen mit Köln-Bocklemünd über Köln-Weiden, Köln-Lövenich, Köln-Widdersdorf.

Darüber hinaus betreibt die REVG oder städtische Verkehrsbetriebe zahlreiche Buslinien mit lokaler Bedeutung. Eine Buslinie in Kerpen, Elsdorf und Bergheim wird von der Firma Tirtey betrieben. In den 1990er Jahren wurde das Angebot insbesondere in den Abendstunden nach 22 Uhr stark gekürzt (Bedienung nur noch aus Richtung Köln in den Kreis hinein) und durch städtische Anrufsammeltaxen ersetzt. Der Nachteil dieser Anrufsammeltaxen liegen darin, dass diese nur auf Bestellung fahren und selten ein Angebot über die jeweiligen Stadtgrenzen aufweisen können.

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Der Rhein-Erft-Kreis zählt mit nur circa 11 % Waldanteil und einem Pro-Kopf-Anteil von circa 177 m² zu den waldärmsten Kreisen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Landesdurchschnitt der bewaldeten Fläche von NRW liegt bei circa 26 %. Mit der beschlossenen Erweiterung des Braunkohletagebaus Hambach fielen nochmals circa 1.300 Hektar Wald weg und der Waldanteil verringert sich damit weiter auf circa 8 %.

Vor diesem Hintergrund wurde im Erftkreis ein beispielhaftes Waldvermehrungsprogramm initiiert. Innerhalb von 9 Pflanzperioden (93/94 - 01/02) wurden bisher ca. 150 ha neu aufgeforstet. Dies entspricht einer Neupflanzung von circa 750.000 heimischen Laubbäumen und Sträuchern. Die Städte Bedburg, Bergheim, Brühl, Erftstadt, Kerpen, Kerpen, Hürth, Pulheim und Wesseling unterstützen das Waldvermehrungsprogramm des Erftkreises aktiv und haben, neben eigenen örtlichen Waldaktionen, bisher eine Fläche von ca. insgesamt 40 ha für überregionale Aufforstungen bereitgestellt.

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Kulturdenkmäler
sind in der Regel unter den jeweiligen Städen, Gemeinden und Ortsteilen aufgeführt

Bauwerke von überregionaler Bedeutung
* Schloss Augustusburg mit Kirche Maria zu den Engeln, Park und Jagdschloss Falkenlust (Brühl)
* Abtei Brauweiler
* Schloss Bedburg

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Skulpturen und Einzelstücke
* Das sog. fränkische Fürstengrab im ehem. Morken-Harff bei Bedburg ca. 600 n.Chr. Ein mit Goldbeschlägen verzierter Helm befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn; eine Kopie wird im Schloss Paffendorf gezeigt.

* Der Büsdorfer Kruzifixus von 1060/1070 (vergleichbar dem Gerokreuz im Kölner Dom)
* Die Pieta in Frechen-Grefrath von 1420/1430
* Die Antwerpener Schnitzretabel von 1520 in der Sankt-Pankratius-Kirche (Paffendorf)

Der Naschladen 

Technische Baudenkmäler
* Die Brücke der Rheinbraun Nord-Süd-Bahn über die Budesbahnstrecke Köln-Aachen (siehe Horrem) war bei ihrer Erbauung 1953/1954 die Spannbetonbrücke mit der weitesten Spannweite in Deutschland.

Denkmalensembles
* Die Stadt Kaster
* Die Ausstattung Frechener Häuser aus der Zeit zwischen den Weltkriegen mit Frechener Baukeramik

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Bauwerke von regionaler Bedeutung
* Die Landesburg Lechenich (ab 1306), einer der ersten Backsteinbauten im Rheinland, nachdem die Technik des Brennens von Ziegeln nach der Römerzeit in Vergessenheit geraten war.
* Die Synagoge in Pulheim-Stommeln von 1882, eine von insgesamt vier Synagogen in der Umgebung Kölns (neben Köln, Hülchrath, Titz-Rödingen) sowie 27 jüdische Friedhöfe

* Die Moscheen in Wesseling und Alt-Hürth, sind die einzige auf dem Gebiet von Stadt Köln und Rhein-Erft-Kreis im nachempfundenen byzantinischen Kuppelbau-Stil. Vergleichbare Bauten stehen in Aachen und Königswinter.

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Der Rhein-Erft-Kreis unterhält zwei Partnerschaften mit europäischen Regionen:
* seit 1969 mit dem französischen Département Morbihan in der Bretagne;
* seit 2001 mit dem polnischen Landkreis Powiat Bielski (Bielsko-Biała) in Schlesien.
Der Kreis ist Mitglied der Regionale 2010 in der Region Köln/Bonn.

Literatur im Rhein-Erft-Kreis (im Mittelalter)
In dieser Zeit war die Entstehung von Literatur im ländlichen Bereich im Wesentlichen auf Klöster beschränkt. Abt Konrad von Brauweiler schrieb um 1115 die Vita Wolfhelmi mit dem Ziel dessen Heiligsprechung. Wolfhelm war ebenfalls Abt in Brauweiler (* um 1020 Köln, +22.04.1091 Brauweiler).

Literatur im Rhein-Erft-Kreis (ab ca. 1980)
Dass es nicht nur in Köln ein reges literarisches Leben gibt sondern auch im angrenzenden Rhein-Erft-Kreis, zeigen die vielen Lesungen in Stadtbibliotheken und anderen kulturellen Institutionen sowie die Schriften und Veranstaltungen des Autorenkreis Rhein-Erft, der 1992 für seine zahlreichen Aktivitäten mit dem Kreis-Kulturpreis ausgezeichnet wurde.

Gegründet wurde die Vereinigung 1985 von dem Hürther Schriftsteller Dr. Herbert Sinz (1913–1989). Von 1986 bis 1989 wurde sie von Petra Hammesfahr (*1951) geleitet, anschließend bis 1997 von Axel Kutsch (*1945). Seitdem ist Prof. Dr. Gynter Mödder (*1942) ihr Vorsitzender.

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Ein filigranes Spektrum von Autorinnen und Autoren aus dem Rhein-Erft-Kreis bietet das 1990 von Jochen Arlt (*1948) und Axel Kutsch im Pulheimer Rhein-Eifel-Mosel-Verlag herausgegebene regionale Lesebuch: Knollen, Kohle und Miljöh, das neben Lyrik und Prosa von einheimischen Schriftstellern auch einen in Bergheim-Oberaußem spielenden Auszug aus Die Blechtrommel von Günter Grass (*1927) enthält. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat Grass mehrere Jahre in Oberaußem gelebt.

Die Kerpener Uwe Erichsen und Petra Hammesfahr (*1951) zählen mit ihren Krimis und Psychothrillern zu den namhaften Vertretern der deutschsprachigen Spannungsliteratur. Erichsen ist vor allem durch seinen mit Götz George (*1938) verfilmten Roman Das Leben einer Katze (1983) bekannt geworden.

Gallhöfer

Petra Hammesfahr erreicht seit den 1990er Jahren mit ihren zum Teil für das Fernsehen verfilmten Psychothrillern (u.a. Der stille Herr Genardy, 1993, Die Mutter, 2000, Das letzte Opfer, 2002) breite Leserkreise. Auch Carsten Sebastian Henn (*1973) aus Hürth hat sich in den vergangenen Jahren als Verfasser von Kriminalromanen über die Grenzen des Rhein-Erft-Kreises hinaus einen Namen gemacht (u.a. In dubio pro vino, 2004).

Zu den ebenfalls überregional wahrgenommenen Romanautoren gehören der Elsdorfer Kay Löffler (*1958) (zuletzt Dorf der Wolkenmacher, 2001), der Bergheimer Gynter Mödder (u.a. Laßt mich leben!, 1996, Gullivers fünfte Reise, 2005), der Pulheimer Klaus Poche (1927 - 2007) (Atemnot, 1978) sowie die Erftstädter Linda Pfeiffer (*1948) (u.a. Schwarze Liebe, 1989) und Hans Josef Jungheim (*1927), der neben Romanen für Erwachsene (u.a. Im Jahr der Krähen, 1990, Das Labyrinth, 1994) auch Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht hat.

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Zwei der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren sind bundesweit Gottfried Schädlich (*1917) aus Brühl (Pseudonym Fried Noxius) und Tilman Röhrig (*1955) (Hürth), der 1984 für seinen Roman In dreihundert Jahren vielleicht mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde. Zu Schädlichs zahlreichen Veröffentlichungen zählt unter anderem der Roman Laßt euch den Mond nicht rauben (1986).

Als Sachbuchautoren haben sich seit den 1990er Jahren der Frechener Jürgen Streich (*1960) (zuletzt Vorbilder - Der Alternative Nobelpreis, 2005) und der Elsdorfer Andreas Rumler (*1955) (u.a. Tübinger Dichter-Spaziergänge, 2003) profiliert. Eine große Zahl Lexika und Sachbücher aber auch Lyrik und Erzählungen schreibt René Zey (*1955). Er wurde 1982 mit dem Kulturpreis der Stadt Essen geehrt. 1991 gründete er das Königsdorfer Verlagsbüro in Frechen. Große Resonanz fand 2005 Henner Voss (*1942) (Bergheim) mit seinem Buch Vor der Reise - Erinnerungen an Bernward Vesper.

Im Mittelpunkt des literarischen Schaffens von Dolores Burkert (*1974) (Bedburg), Axel Kutsch (Bergheim), Helmut Schmale (*1934) (Frechen) und Christa Wißkirchen (*1945) (Pulheim) steht die Lyrik. Neben ihrem Buch Auf Reisen und Abwegen (2004) hat Dolores Burkert etliche Anthologien publiziert.

Kutsch hat sowohl regionale Lesebücher als auch bundesweit beachtete Lyrik-Anthologien herausgegeben und mehrere von der Kritik gelobte Gedichtbände veröffentlicht (u.a. Einsturzgefahr, 1997, Wortbruch, 1999, Ikarus fährt Omnibus, 2005). Ebenfalls auf positive Resonanz stießen die Lyrikbände von Helmut Schmale (u.a. überschreibungen, 1994, Im Tal der Zeichen, 2001) und Christa Wißkirchen (Blickfeld, 2001). Mit seinem Debütband Erinnerung & Morgenröte (Lyrik und Prosa) machte 2006 der Kerpener Gerrit Wustmann (*1982) auf sich aufmerksam.

2007 veröffentlichte die Hürther Autorin Katja Kutsch (*1976) mit dem Geschichtenband Schützenfest ihr erstes Buch, nachdem sie bereits zuvor für ihre Erzählungen mit zwei Literaturpreisen ausgezeichnet worden war.

Der Historiker und Volkskundler Peter (Josef) Kremer (*1953) (Wo das Grauen lauert. Düren 2003) spezialisiert sich auf die düstere Seite der Sagenwelt an der Erft (Werwölfe und Wiedergänger) und befasst sich speziell mit dem Prozess gegen den "Werwolf von Bedburg" im Jahre 1589.

Rainald Grebe (*1971) aus Frechen (u.a. Global Fish, Roman, 2006) erhielt zwischen 2003 und 2008 verschiedene Literaturpreise.

Der Erftstädter Journalist Ulrich Harbecke (*1943) nimmt in seinen beiden Büchern Der gottlose Pfarrer (1995) und Der gläubige Kardinal (2004) kritisch aber humorvoll Stellung zu den Schwierigkeiten, als Pfarrer oder als Bischof innerhalb vorhandener kirchlicher Strukturen christlichen Glauben zu verkünden und zu leben.


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