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Geschichte des Kreis Odenwald

Der Odenwaldkreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Osten der bayerische Landkreis Miltenberg im Südosten der baden-württembergische Neckar-Odenwald-Kreis, im Süden der ebenfalls baden-württembergische Rhein-Neckar-Kreis und im Südwesten und Westen der Landkreis Bergstraße. Mit etwas weniger als 100.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsärmste Landkreis Hessens.

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Der Odenwaldkreis umfasst nur den mittleren Teil des Odenwaldes, der sich auch nach Westen in den Kreis Bergstraße sowie nach Osten und Süden in bayerisches und badisches Gebiet erstreckt.

Bis zur Mediatisierung 1806 war der Odenwald, in ähnlichen Grenzen wie seit der Kreisreform, ein reichsunmittelbares Territorium der Grafen von Erbach.

 

Nach der Verkündigung der Verfassung des Großherzogtums Hessen am 17. Dezember 1820 folgte am 14. Juli 1821 eine umfassende Verwaltungsreform. Statt der Ämter wurden nun Landratsbezirke eingesetzt. Dies waren die Vorläufer der Kreise.

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In Erbach wurde 1822 für die Gräflich Erbachischen und Erbach-Fürstenauischen Ämter der Landrats- und Gerichtsbezirk Erbach gegründet. Ebenfalls 1822 entstand ein Landrats- und Gerichtsbezirk Breuberg mit Sitz in Neustadt bzw.

 

Höchst im Odenwald. Mit Gesetz vom 31. Juli 1848 wurden die Verwaltungseinheiten ein weiteres Mal vergrößert. An die Stelle der Kreise und Landratsbezirke traten nunmehr Regierungsbezirke, wobei die bisherigen Landratsbezirke Breuberg und Erbach zum Regierungsbezirk Erbach vereinigt wurden, hinzu kam der Landratsbezirk Wimpfen, eine Exklave in Baden.

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Bereits vier Jahre später kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück, wodurch neben dem Kreis Erbach, der Kreis Neustadt und der Kreis Wimpfen gegründet wurden. Am 1. Juli 1874 wurden der Kreis Neustadt wieder aufgelöst und die Gemeinden wurden in den Kreis Erbach integriert. Ebenso wurde der Kreis Lindenfels aufgelöst und gab einige Gemeinden an den Kreis Erbach ab.

 

Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Die damals geschaffene Gliederung des Großherzogtum in sieben die Provinz Starkenburg bildende Kreise (Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Offenbach) hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand.

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Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage im nunmehrigen Volksstaat Hessen (ab 1918) und der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen brachte das Jahr 1938 eine Überprüfung der Kreisgrenzen. Am 1. November 1938 wurde in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt.

 

In jeder der drei hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen wurde jeweils ein Kreis aufgelöst. In Starkenburg war davon der Kreis Bensheim betroffen. Dieser wurde zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen, der auch zum Rechtsnachfolger des Kreises Bensheim wurde. Die neue Verwaltungseinheit wurde in Landkreis Bergstraße umbenannt.

Einige Monate später wurden jedoch die Städte Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms als Stadtkreise verselbständigt. Diese so geschaffene Kreiseinteilung des Volksstaates hatte zunächst bis zum Kriegsende 1945 Bestand.

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Im Rahmen der Hessischen Kreisreform Anfang der 1970er Jahre kamen mehrere Gemeinden der Nachbarkreise Bergstraße und Dieburg zum Kreisgebiet und zum 1. August 1972 erhielt der Kreis seinen jetzigen Namen "Odenwaldkreis".

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Wappen
Blasonierung: „Auf goldenem Grund eine schwarze, bewurzelte Eiche, begleitet von drei sechsstrahligen roten Sternen“ (Wappen-Verleihung 20. November 1956).

Die Eiche steht für die Wälder der Region, die dem Kreis auch ihren Namen gegeben haben. Die drei Sterne wurden dem Wappen der Grafen von Erbach entnommen, die diese Region bis 1806 beherrscht haben.

Das Gebäude des Landratsamtes wurde 1902–1904 vom Wormser Stadtbaumeister und späterem Professor der Technischen Hochschule Darmstadt, Karl Christian Hofmann (1856–1933), im Renaissancestil entworfen und vom Bauunternehmer und Steinmetz Adam Hild aus Hetzbach errichtet. Erweiterungsbauten wurden 1960 und 1989 notwendig.

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An dieser Stelle befand sich ehemals die Gerichtsstätte der Erbacher Zent und danach eine Ziegelhütte.

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