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Geschichte des Kreisgebietes Main-Kinzig

Der Main-Kinzig-Kreis ist der bevölkerungsreichste Landkreis in Hessen. Er liegt im östlichen Rhein-Main-Gebiet. Die größte Stadt des Kreises ist Hanau. Verwaltungssitz des Kreises ist Gelnhausen. Der Kreis entstand 1974 durch die Fusion der kreisfreien Stadt Hanau mit den Altkreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern.

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Nachbarkreise sind im Norden der Vogelsbergkreis und der Landkreis Fulda, im Osten die bayerischen Landkreise Bad Kissingen und Main-Spessart, im Süden der ebenfalls bayerische Landkreis Aschaffenburg, im Südwesten der Kreis Offenbach und die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main und im Westen und Nordwesten der Wetteraukreis.

Der Kreis hat seinen Namen von den zwei Hauptflüssen, dem Main, welcher die südwestliche Kreisgrenze bildet und der Kinzig, ein rechter Nebenfluss des Mains, welche das Kreisgebiet von Nordosten nach Südwesten durchfließt. Die Landschaften um die Kinzig sind die Ausläufer von Vogelsberg, Spessart und der Vorderen Rhön. Nördlich der Kinzig erstreckt sich auch das Ronneburger Hügelland.

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Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 66 Frankfurt - Fulda und die A 45 Aschaffenburg - Dortmund. Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 43 und die B 45. Der Kreis wird in seiner gesamten Länge von der Fernbahnstrecke Frankfurt - Fulda - Berlin/Dresden durchzogen. Im süd-östlichen Kreisteil kreuzt sich damit im Bahnknotenpunkt Hanau die Fernbahnstrecke Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - München. Strecken von regionaler Bedeutung für den Personenverkehr sind:

Hanau - Friedberg * Bad Vilbel - Stockheim * Gelnhausen - Gießen * Hanau - Erbach - Eberbach * Hanau - Schöllkrippen.

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Der Aufgabenträger bzw. Regieorganisation für den öffentlichen Personennahverkehr ist die KreisVerkehrsGesellschaft Main-Kinzig (KVG). Die KVG MKK ist Teil des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Im Auftrag der KVG MKK fahren sechzehn verschiedene Busgesellschaften an die 100 Buslinien, die im RMV als MKK-xx gekennzeichnet werden.

Das heutige Kreisgebiet war früher in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Großen Anteil hatten die Grafen von Hanau sowie die Adelsgeschlechter von Hutten und Ysenburg.

Am 21. August 1821 wurde das Kurfürstentum Hessen in Kreise eingeteilt. Die neuen Kreise Hanau, Gelnhausen, Salmünster und Schlüchtern bildeten dabei die Provinz Hanau, eine der vier Provinzen des Landes. Zum 1. Januar 1830 wurde der Kreis Salmünster aufgelöst und seine Gemeinden auf die benachbarten Kreise Gelnhausen und Schlüchtern verteilt.

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1866 wurde Kurhessen von Preußen annektiert, 1867 wurde sein Gebiet in den neuen Regierungsbezirk Kassel überführt. Die Provinz Hanau wurde aufgelöst. Die Kinzigtalkreise erhielten das Bezirksamt Gersfeld und den Landgerichtsbezirk Orb aus dem Königreich Bayern, gaben aber Nauheim an Hessen ab.

1885 wurde der Kreis Hanau durch die Abtrennung des neuen Landkreis Frankfurt sowie den Austritt der Stadt Hanau verkleinert.

Seitdem bestanden die drei Landkreise sowie die nun kreisfreie Stadt Hanau weitgehend unverändert bis in die 1970er Jahre. Allerdings wechselten Hanau und die drei Kreise noch zwei Mal den Regierungsbezirk, sie kamen 1944 zum Regierungsbezirk Wiesbaden und 1968 zum Regierungsbezirk Darmstadt.

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Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen wurden zahlreiche Variationen diskutiert, wie man aus den zu klein gewordenen Landkreisen größere Einheiten schaffen könnte. Im Kinzigtal einigte man sich schließlich auf die „große Lösung“: die Fusion der drei Landkreise und der Stadt Hanau zum neuen Main-Kinzig-Kreis, dem (nach Bevölkerung) größten in Hessen. Die Fusion wurde am 1. Juli 1974 vollzogen. Die Stadt Hanau behielt als Stadt mit Sonderstatus (über 50.000 Einwohner) jedoch einige Sonderrechte. So hat sie z.B. noch ein eigenes Sozialamt und eine eigene Zulassungsstelle.

Sitz der Kreisverwaltung war zunächst Hanau, wobei die beiden ehemaligen Kreisstädte Gelnhausen und Schlüchtern ihre Kreisverwaltungsstellen behielten. Im Jahre 2005 wurde die Kreisverwaltung schließlich im zentral gelegenen Gelnhausen zentralisiert. Dabei erhielt der Kreis das neue Kfz-Kennzeichen MKK, während Hanau als Stadt mit Sonderstatus das Kürzel HU behalten hat.

Heute ist der Main-Kinzig-Kreis mit etwa 410.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Kreis in Hessen, mit seiner Fläche von ca. 1.400 km² liegt er an vierter Stelle.

Wappen
Geteilt und halbgespalten: Oben in Rot ein aus einem silbernen Wellenschildfuß wachsender, golden bewehrter, silberner Schwan; unten vorn in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler mit einem silbernen Brustschild mit schwarzem Balken; unten hinten in Rot zwei goldene Schrägbalken (Wappen-Verleihung 30 Dezember 1980).

Bedeutung:
Der Schwan steht für die Grafschaft Hanau und war bereits im alten Kreiswappen von Hanau zu sehen. Der Adler wurde dem alten Kreiswappen von Gelnhausen entnommen und die Schrägbalken beziehen sich auf die Herren von Hutten bzw. den Altkreis Schlüchtern. Der Wellenbalken steht für die beiden Flüsse, die dem Kreis seinen Namen gaben.


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