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Geschichte der Städteregion Aachen

Die Städteregion Aachen (Eigenschreibweise meist Städteregion Aachen) ist ein Kommunalverband besonderer Art im Südwesten Nordrhein-Westfalens. Verwaltungssitz ist Aachen.

Die Städteregion ist seit dem 21. Oktober 2009 Rechtsnachfolger des Kreises Aachen, der aufgelöst wurde und dessen ehemalige Gemeinden mit der kreisfreien Stadt Aachen die neue Städteregion bilden. Mit der Bildung der Städteregion Aachen wird zum ersten Mal ein Regionsmodell in Nordrhein-Westfalen erprobt. In Niedersachsen existiert bereits die Region Hannover, sowie im Saarland der Regionalverband Saarbrücken.

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Die Städteregion Aachen besteht aus acht Städten und zwei Gemeinden. Sie erstreckt sich von der Stadt Baesweiler im Norden über ca. 50 Kilometer bis zur Stadt Monschau im Süden.

Während die nördlichen und östlichen Teile der Städteregion geographisch und topographisch zu den Bördenlandschaften der Niederrheinischen Bucht gehören, dehnt sich der südliche Teil der Städteregion auf die Mittelgebirgslandschaft der Eifel aus.

Die Städteregion Aachen grenzt im Norden an den Kreis Heinsberg, im Osten an die Kreise Düren und Euskirchen, im Süden und Westen an die belgische Provinz Lüttich und im Westen an die niederländische Provinz Limburg.

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In der Städteregion Aachen gibt es die zehn Gemeinden und Mitglieder Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg (Rhld.) und Würselen, von denen acht den Titel „Stadt“ führen. Sechs davon sind mittlere regionsangehörige Städte mit 25.000 bis 60.000 Einwohnern. Aachen ist eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Sie hat gemäß dem Aachen-Gesetz eine rechtliche Sonderstellung, die ihr eingeschränkt die Rechte einer kreisfreien Stadt zugesteht.

Rechtsvorgänger Kreis Aachen

Der Kreis Aachen wurde bereits 1972 neu gebildet. Zu jenem Zeitpunkt war die Maxime, dass keine kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen Sitz eines (Umland-)Kreises sein sollte, noch nicht wirksam. In den Kommunalreformen vor 1972 wurden aber bereits einige kleinere kreisfreie Städte in die sie umgebenden Kreise eingegliedert (beispielsweise die Stadt Herford in den gleichnamigen Kreis).

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Bei den größeren kreisfreien Städten Bielefeld (1973) und Münster (1975) löste man die nach ihnen benannten Kreise konsequent auf und gliederte etliche ihrer Gemeinden in die jeweilige Großstadt ein. Im Falle Aachen wurde jedoch keine weitere Kommunalreform durchgeführt, und so blieb es bei der Trennung von Stadt und Kreis. In Nordrhein-Westfalen blieb die Trennung in Landkreis und kreisfreie Stadt ein Sonderfall, wohingegen dies in anderen Bundesländern (vgl. Landkreis Osnabrück und Osnabrück) häufiger anzutreffen ist.

Zweckverband

Vorläufer der Gebietskörperschaft und des Kommunalverbandes besonderer Art war zunächst ein gleichnamiger kommunaler Zweckverband, der neben den heute in der Städteregion verbundenen Kommunen auch den Kreis Aachen umfasste. Verbandsmitglieder waren also die kreisfreie Stadt Aachen, der Kreis Aachen und dessen neun kreisangehörige Kommunen. Der Zweckverband Aachen wurde im Jahr 2004 vereinbart und 2005 wirksam.

Die Zweckverbandsversammlung bestand aus insgesamt 60 stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der Verbandsmitglieder. Der Zweckverband als Vorläufer der Gebietskörperschaft hatte sich unter anderem den Ausbau der guten Zusammenarbeit unter den Mitgliedskörperschaften, eine gebündelte Aufgabenwahrnehmung, eine gemeinsame Interessenvertretung und den Ausbau von grenzüberschreitenden Kooperationen zum Ziel gesetzt. Es wurden vor allem gemeinsame Aufgaben im Bereich Straßenverkehrsverwaltung, Schulverwaltung und Wirtschaftsförderung wahrgenommen.

Kommunalverband besonderer Art

Per Landesrecht (Aachen-Gesetz) wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag die Einrichtung der Städteregion Aachen als ein neuer Kommunalverband besonderer Art und Gebietskörperschaft als Rechtsnachfolger des Kreises Aachen zum 21. Oktober 2009 beschlossen. Der Kreis Aachen wurde zeitgleich aufgelöst. Als Vorbild der Gebietskörperschaft ab dem 21. Oktober 2009 diente die Region Hannover. Die Städteregion Aachen erreichte aber im Gegensatz zum Vorbild nicht die Übernahme von Aufgaben der Bezirksregierung.

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Die Städteregion Aachen soll diverse Aufgaben der Kommunen übernehmen, etwa im Bereich der Verkehrsplanung oder Rettungsdienst. Ziel sei es, dass diese Region nach außen stärker auftreten könne, innerhalb Synergieeffekte aufträten und weniger Verwaltungsarbeit anfalle. Kritiker dieser Zentralisierung weisen darauf hin, dass viele Probleme dezentral besser gelöst werden könnten, wie etwa die Jugendarbeit. Des Weiteren bestehe die Gefahr, dass kleinere Kommunen in der Städteregion weniger gefördert würden, insbesondere was die Wirtschaftsförderung angeht, und so sich schlechter entwickeln würden.

Der Name Städteregion Aachen wurde gewählt, da der Name Region Aachen bereits für den ehemaligen Regierungsbezirk Aachen (hierzu gehören auch die Kreise Düren, Heinsberg und Teile des Kreises Euskirchen) verwendet wird und dem Zuschnitt der Regio Aachen (hierzu gehört der ganze Kreis Euskirchen), dem deutschen Teil der Euregio Maas-Rhein entspricht.

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Im Gebiet der Städteregion Aachen sind juristisch die Amtsgerichte Aachen, Eschweiler und Monschau, die dem Bezirk des Landgerichts Aachen angehören, zuständig. Die Städteregion gehört zur IHK Aachen. Fast das gesamte Städteregionsgebiet gehört zum Regionalforstamt „Rureifel-Jülicher Börde“ mit Sitz in Hürtgenwald; der südliche Zipfel gehört zum Nationalparkforstamt „Eifel“ mit Sitz in Schleiden.

Das Dienstsiegel des Zweckverbandes war zunächst das kleine Landessiegel mit dem Landeswappen im unteren und der Bezeichnung „Zweckverband StädteRegion Aachen“ als Inschrift im oberen Halbkreis. Das Logo des Zweckverbandes symbolisierte die geografische Lage im Dreiländereck Deutschland, Belgien und Niederlande. Es wird heute von dem Kommunalverband fortgeführt obgleich es nicht das hoheitliche Wappen ersetzt.

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Für die ab dem 21. Oktober 2009 wirksame Gebietskörperschaft wurde kein neues Wappen entworfen. Der Regierungspräsident hat mit Datum vom 28. Mai 2009 der StädteRegion Aachen die offizielle Genehmigung zur Führung des Wappens des ehemaligen Kreises Aachen erteilt. Entworfen wurde es von Wolfgang Pagenstecher. Die Blasonierung des Wappens des Kreises Aachen lautete in der Hauptsatzung des ehemaligen Kreises Aachen: In Blau ein goldenes (gelbes) Hirschgeweih, auf dessen Grind stehend ein silberner (weißer) Schwan mit schwarzen Füßen, ebensolchem Schnabel und roter Zunge; darüber im Schildhaupt in Gold (Gelb) ein schreitender, rotbezungter, schwarzer Löwe.

Der Löwe im Schildhaupt symbolisiert, dass sich das Gebiet der Städteregion im Wesentlichen aus Gebietsteilen des ehemaligen Herzogtums Jülich zusammensetzt. Der Schwan auf dem Hirschgeweih im blauen Feld steht für die vormalige Reichsabtei und ehemalige Stadt Burtscheid, auf deren ehemaligem Gebiet sich die Kreisverwaltung des ehemaligen Kreises Aachen sowie auch der Städteregion befindet.

 

Da dieses Gebiet mittlerweile zur Stadt Aachen gehört, wird also auch der Bezug zur Stadt Aachen hergestellt. Burtscheid wurde 1816 Kreisstadt, erhielt 1882 sein Stadtwappen und wurde 1897 nach Aachen eingemeindet. Der schreitende Jülicher Löwe ist außerdem Bestandteil des Wappens von Eschweiler, dessen Kanton die östliche Hälfte des preußischen Landkreis Aachen um Alsdorf, Eschweiler, Stolberg und Würselen bildete.

Die Städteregion ist besonders reich an Burgen, Herrenhäusern und Ruinen. Siehe hierzu die Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in der Städteregion Aachen und Aachener Sehenswürdigkeiten.

Durch das Städteregionsgebiet verlaufen die Bundesautobahnen 4 mit der Raststätte Aachener Land, 44 und 544.

Bundesstraßen sind die B1, B1a, B56, B57, B258, B264, B266 und B399.

Das Straßenverkehrsamt befindet sich in Würselen mit einer Außenstelle in Monschau.

Die Städteregion liegt im Gebiet des Aachener Verkehrsverbunds. Bahnstrecken führen in Richtung Heerlen, Mönchengladbach, Düsseldorf, Düren, Köln und Lüttich.

Die Regio Aachen ist seit 1841 von der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen und seit 1852 von der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach durchzogen. Die euregiobahn betreibt einen Schienenpersonennahverkehr auf den Nebenstrecken. Weitere wichtige Strecken sind die Bahnstrecke Mönchengladbach–Stolberg, die Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath und die Vennbahn.

Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Aachen Hbf, Aachen-Rothe Erde, Aachen-West, Eschweiler Hbf, Eschweiler-Talbahnhof, Herzogenrath und Stolberg (Rheinl) Hbf.

Der internationale Flughafen Maastricht Aachen Airport liegt etwa 35 Kilometer von der Städteregion entfernt bei der niederländischen Stadt Maastricht. Er wird unter anderem von Transavia, Sky Airlines und Ryanair im Charterverkehr angeflogen.

Die Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf International in rund 80 Kilometer Entfernung können mit der Eisenbahnlinie RE 1 sowie mit vereinzelten nächtlichen Fahrten der Linien RE 4 und S 13 erreicht werden. Bahnhöfe an der Linie RE 1 sind im Städteregionsgebiet Aachen Hbf, Aachen-Rothe Erde, Stolberg (Rheinl) Hbf und Eschweiler Hbf.

Für kleinere Flugzeuge gibt es den Flugplatz Merzbrück an der B264 zwischen Broichweiden und Röhe.

In wirtschaftsstruktureller Hinsicht ist das Gebiet der Städteregion Aachen viergeteilt: im Norden liegt das Wurmrevier mit den Städten

Alsdorf (rd. 46.000 Einwohner),
Baesweiler (rd. 28.000 Einwohner),
Herzogenrath (rd. 47.000 Einwohner) und
Würselen (rd. 37.000 Einwohner).

Neben bekannten Firmen der Glasindustrie und Nadelfabrikation sowie Nahrungsmittelbetrieben haben sich hier inzwischen weitere wachstumsintensive und technologieorientierte Betriebe angesiedelt. Darüber hinaus bestimmt eine große Zahl von mittelständischen Unternehmen mit breitgefächertem Liefer- und Leistungsprogramm das Wirtschaftsbild.

Zwischen dem Nordkreis und den Städten und Gemeinden des Altkreises Monschau (Südkreis) liegt der Raum Eschweiler-Stolberg mit den beiden traditionsreichen Industriestädten

Eschweiler (rd. 56.000 Einwohner) und
Stolberg (rd. 58.000 Einwohner).

Hier nahmen z. B. der Hoesch- und der Thyssen-Konzern ihren Anfang. Glas-, Kunststoff- und vor allem Metallverarbeitungsbetriebe sind hier heute ebenso ansässig wie Firmen aus der chemischen und pharmazeutischen Branche. Darüber hinaus ist in beiden Städten eine Vielzahl von mittleren und kleinen Betrieben ansässig, wobei Eschweiler seinen Schwerpunkt auf Einzelhandel besonders in der Innenstadt legt.

Während Stolberg sich „Älteste Messingstadt der Welt“ nennt, legten für Eschweiler der 1834 gegründete Eschweiler Bergwerks-Verein und der Eschweiler Kohlberg den Beinamen „Wiege des rheinischen Bergbaus“ nahe. Die gemeinsamen Bodenschätze der Kupferstadt Stolberg und der Indestadt Eschweiler sind Steinkohle, Braunkohle, Zink und weitere Erze. Die hohe Industrialisierung hinterließ aber auch Umweltschäden wie die Gressenicher Krankheit, die Bleikinder und die Vegla-Polder. Andererseits findet sich auf Stolberger Stadtgebiet die einzigartige Galmeiflora.

Der Rückzug des Steinkohlenbergbaus führte im Wurmrevier und Inderevier um die Städte Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath und Würselen zu einer bisher unbekannten Aufbruchstimmung. Eine Vielzahl von zukunftsweisenden Projekten sind geplant oder bereits in Angriff genommen. Dazu zählt u. a. die Erschließung von großflächigen Industrie- und Gewerbegebieten. Im ehemaligen Braunkohlentagebau „Zukunft“ ist der Blausteinsee entstanden, ein überregionales Freizeit- und Erholungsgebiet im Rahmen des Indelands.

Der südliche Teil des ehemaligen Kreisgebiets mit der Stadt
Monschau (rd. 13.000 Einwohner) und den Gemeinden
Roetgen (rd. 8.000 Einwohner)
Simmerath (rd. 16.000 Einwohner)

verfügt als Teil des Naturparks Hohes Venn-Eifel und dem darin gelegenen Nationalpark Eifel über besondere landschaftliche Reize und bildet mit dem Gebiet um die Rurtalsperre, der zweitgrößten Talsperre Deutschlands, einen ausgesprochenen Fremdenverkehrsschwerpunkt. Neben der „Weißen Industrie“ sind jedoch auch beachtliche gewerbliche Ansätze vorhanden.

Wegen des beruflich breitgefächerten Arbeitskräftepotentials und der vorhandenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten besteht im ehemaligen Kreisgebiet die Möglichkeit, auf eine zahlenmäßig starke und im Vergleich zu anderen Regionen junge und leistungsfähige Arbeitskraftreserve zurückgreifen zu können.

In Simmerath unterhält die Handwerkskammer ein überregionales Berufsbildungs- und Gewerbeförderungszentrum. In Alsdorf bestand seit 1984 der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbild e. V. (VABW), der die Weiterbildung von Arbeitnehmern im Bereich der neuen Technologien zum Ziel hat.

Die Stadt Aachen ist mit zahlreichen Unternehmen und Forschungszentren ein herausragender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in der Städteregion. Traditionell war in Aachen Nadel- und Tuchindustrie angesiedelt. Siehe insbesondere Aachener Unternehmen, RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen.

Als Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen führt die Städteregion Aachen die im März 1990 vereinbarte und im Februar 2000 bekräftigte Partnerschaft mit dem Landkreis Jeleniogórski mit der Kreisstadt Jelenia Góra weiter. Nach einem Kreistagsbeschluss wurden im Oktober 1985 Verhandlungen mit der polnischen Botschaft zum Zwecke einer Partnerschaft mit einem polnischen Verwaltungsbezirk aufgenommen. Nach der Verwaltungsreform in Polen im Jahre 1999 musste der Übertragung der Partnerschaft auf den neu gebildeten polnischen Landkreis beschlossen werden.

Unter dem Siegel Region Charlemagne (= Region Karl der Große) strebt die Städteregion Aachen eine noch engere Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus in der Euregio Maas-Rhein an, besonders in Bezug auf den Nahverkehr und Fremdsprachunterricht. Enge Verzahnungen bestehen bereits mit der Parkstad Limburg und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.

Kreis Aachen (1972–2009)

Der Kreis Aachen war ein Kreis im äußersten Westen von Nordrhein-Westfalen. Er war Teil der Regio Aachen, somit der Euregio Maas-Rhein und gehörte zum Regierungsbezirk Köln. Er ging zurück auf den Landkreis Aachen, den Kreis Monschau und Teilen der Kreise Düren, Geilenkirchen-Heinsberg und Jülich.

Der Kreis Aachen wurde gemäß Aachen-Gesetz mit Ablauf des 20. Oktober 2009 aufgelöst, und aus den neun Gemeinden des Kreises Aachen und der Stadt Aachen wurde mit Wirkung vom 21. Oktober 2009 als neuer Gemeindeverband die Gebietskörperschaft Städteregion Aachen gebildet.

Zu Geographie, Burgen, Museen, Wirtschaft und Verkehr siehe Städteregion Aachen. Zum Kreiswappen siehe hier.

Der Kreis Aachen erstreckte sich von der Stadt Baesweiler im Norden über ca. 50 Kilometer bis zur Stadt Monschau im Süden. An der schmalsten Stelle verfügte er über eine Breite von nur 6 Kilometern.

Im Kreis Aachen gab es zuletzt neun kreisangehörige Gemeinden, von denen sieben den Titel „Stadt“ führten. Sechs davon waren Mittlere kreisangehörige Städte mit 25.000 bis 60.000 Einwohnern. 

Obwohl die kreisfreie Stadt Aachen selbst nicht zum Kreis Aachen gehörte, befand sich dort dennoch der Kreissitz. Grund hierfür war die Tatsache, dass das Kreishaus bzw. Landratsamt auf ehemals Burtscheider Stadtgebiet lag. Vor dem Zusammenschluss mit der Stadt Aachen gehörte Burtscheid noch zum Kreis Aachen.

Der Kreis Aachen grenzte im Norden an den Kreis Heinsberg, im Osten an die Kreise Düren und Euskirchen, im Süden und Westen an die belgische Provinz Lüttich und im Westen an die niederländische Provinz Limburg.

Ein historisches Ereignis in der Geschichte der beiden Kreise ist noch relativ „jung“. Am 1. Januar 1972 wurden die Kreise Aachen und Monschau zu einem neuen Kreis Aachen aufgrund des Aachen-Gesetzes vereint. Hinzu kommt die Gemeinde Baesweiler (heute Stadt Baesweiler) aus dem aufgelösten Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg. Eschweiler, und somit der Kreis Aachen, bekam Gebiete aus den Kreisen Düren und Jülich zugesprochen. Verwaltungssitz blieb die kreisfreie Stadt Aachen.

Das Ergebnis dieses Gebietsreformprogramms: der Kreis Aachen wuchs auf eine Fläche von 550,64 Quadratkilometern mit 285.954 Einwohnern an. Insgesamt 36 kreisangehörige Städte und Gemeinden, Ämter und amtsangehörige Gemeinden, die in ihrer Struktur meist noch auf die Mairie-Verfassung zur Zeit Napoleons zurückgingen, wurden aufgelöst und zu sieben Städten und zwei Gemeinden zusammengeschlossen. Der Bildung dieses Umlandkreises Aachen lagen landesstrukturelle und landesentwicklungspolitische Überlegungen zugrunde. Der Anschluss von finanziell schwachen Gebieten an finanzstarke Nachbarn war ein Ziel der Neuplanung.

Der Kreis Aachen ging am 21. Oktober 2009 in der 2004 gegründeten Städteregion Aachen auf.

Letzter Landrat des Kreises Aachen war Carl Meulenbergh, am 26. September 2004 mit 50,2 % wiedergewählt, (CDU). Letzter 1. stellvertretender Landrat war Hans Körfer (CDU). Letzter 2. stellvertretender Landrat war Erwin Künkeler (SPD). Letzte 3. stellvertretende Landrätin war Aggi Majewski (Bündnis 90/ Die Grünen). Der Kreisdirektor war Helmut Etschenberg (CDU), der nach Auflösung des Kreises erster Städteregionsrat der Städteregion Aachen wurde.

Das Straßenverkehrsamt für Kreis und Stadt Aachen befand sich in Würselen.

Kreis Aachen (1815–1971)

Der Kreis Aachen (bis 30. September 1969 Landkreis Aachen) war ein von 1815 bis 1971 bestehender Kreis in Nordrhein-Westfalen, der 1815 im damaligen Regierungsbezirk Aachen in der preußischen Rheinprovinz aus den von 1798 bis 1814 französischen Kantonen Burtscheid (frz. Borcette) und Eschweiler im Arrondissement d’Aix-la-Chapelle des Département de la Roer sowie Teilen des Kantons Rolduc im Arrondissement de Maastricht des Département Meuse-Inférieure entstanden ist. Verwaltungssitz war die kreisfreie Stadt Aachen. Der Kreis ging 1972 im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform zusammen mit dem Kreis Monschau in den neuen Kreis Aachen auf.

Aus den anfänglich über zwanzig Gemeinden verblieben zum 1. Januar 1972 nur noch fünf: Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Stolberg und Würselen.

Wichtige prähistorische Funde wurden im Kreisgebiet, etwa im Korkus bei Eschweiler-Volkenrath, in Simmerath-Strauch und in Monschau-Kalterherberg, entdeckt. Primitive Faustkeile und Steingeräte zeugen davon, dass dieser Landstrich schon in der Altsteinzeit, also vor mehr als 500.000 Jahren v. Chr., von Jägern und Fischern bewohnt war.

Später zogen nomadisierende Völkerschaften durch. Zuerst siedelten hier Kelten, dann eroberten die Römer kurz vor der Zeitenwende das Gebiet. Sie rotteten den Stamm der Eburonen, der zwischen Maas und Rur lebte, im Jahre 57 n. Chr. aus und siedelten dafür westlich der Wurm die germanischen Stämme der Segnier und Condruser an und östlich der Wurm die Ubier.

Während der 400jährigen Herrschaft der Römer erlebte der Aachener Raum eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Darüber hinaus verbreiteten sie das Christentum. Im Laufe der Zeit folgten andere Stämme. Den abziehenden römischen Legionen folgten vom Rhein und der Maas her Stämme ripurarischer und salischer Franken.

Chlodwig I. (466 bis 511), seit 482 König der Franken und Gründer des fränkischen Großreiches, vernichtete die restliche Herrschaft der Römer in Gallien (heutiges Frankreich und Belgien) und überschritt die Wurm. Um 500 n. Chr. stand er vor den Toren Kölns.

Karl der Große (742 bis 814), der seit 768 Frankenkönig war, erhob 769 den damaligen Königshof Aachen zur Pfalz, das heißt, zu einem bevorzugten Aufenthalt des Hofes. Ihn reizten neben den heißen Quellen und der günstigen Lage Aachens inmitten seines Reiches auch die großen Jagdgebiete in der Eifel und in den Ardennen.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich Aachen und das Land um die kaiserliche Pfalz vom bäuerlichen Königsgut zur Freien Reichsstadt und Zentrum des Aachener Reiches. Dem Aufstieg folgte der Niedergang, aber auch ein zähes Ringen um Freiheit und Eigenständigkeit.

Fürsten, Kaiser, Könige, Herzöge und Ritter befehdeten sich in der Vergangenheit unaufhörlich und verwüsteten dabei immer wieder das Land. Normannen, Staufen und Welfen, Österreicher, Spanier, Lothringer, Hessen, Holländer, Schweden und Franzosen, sie alle zogen hier durch oder kämpften. Darunter litten die Bürger und Bauern. Das Landvolk musste häufig flüchten, es verlor Hab und Gut oder gar das Leben. Seuchen und Hungersnot kamen hinzu, so dass das sich immer wieder aufraffende Land tiefer und tiefer verelendete.

Trotz der vielen Kriege und Erbauseinandersetzungen blieben die im 14. Jahrhundert errichteten territorialen Verhältnisse im „Aachener Reich“ bestehen, bis die ersten französischen Revolutionsheere 1792 das linke Rheinufer besetzten. Nach der vorübergehenden Besetzung des Aachener Landes vom 15. Dezember 1792 bis zum 2. März 1793 durch die Franzosen erfolgte im September 1794 die dauernde Besitznahme. Die neue Herrschaft sollte zwanzig Jahre dauern.

An die Stelle der vielen weltlichen und geistlichen Herrschaften trat nach französischem Vorbild eine Neugliederung der Verwaltungsbezirke. Das linksrheinische Gebiet wurde 1798 in vier Départements eingeteilt, an deren Spitze Präfekten standen. Sie wurden in von Unterpräfekten geleitete Arrondissements gegliedert, die wiederum aus Kantonen bestanden. Aachen war ebenfalls Sitz des Arrondissements d'Aix-la-Chapelle. Als unterste Verwaltungseinheit fungierten die Mairien (dt. Bürgermeistereien).

Die Arrondissements entsprachen unseren Regierungsbezirken. Aachen wurde die Hauptstadt des Rur-Departements (Département de la Roer) für 42 Kantone (im damaligen Kreis Aachen: Borcette (dt. Burtscheid), Eschweiler und Montjoie (dt. Monschau)) und 331 Mairien, also auch für das ganze Land um Aachen und Monschau. Ausgenommen waren Teile von Herzogenrath, Alsdorf, Merkstein und Rimburg, die dem Département Meuse-Inférieure zugewiesen wurden.

Die Verwaltung in den neuen Bezirken arbeitete streng zentralistisch. Die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 beendete die französische Herrschaft in Deutschland. Am 17. Januar 1814 verließ der Präfekt die alte Kaiserstadt. Noch am selben Abend zogen alliierte Truppen in Aachen ein. Zwar blieb zunächst das „Département“ bestehen, doch übernahm nunmehr eine Zentral-Regierungskommission die Verwaltung.

Auf dem Wiener Kongress (1815) wurde dann die grundlegende Neuordnung der staatlichen Verhältnisse nach der Niederlage Napoleons beschlossen. Dank seiner Beteiligung an den Freiheitskriegen erhielt Preußen durch das Wiener Traktat neben anderen Bereichen auch das Aachener Gebiet zugesprochen. Im November 1815 erfolgte die Einteilung des Rheinlandes in zwei Provinzen (Provinz Großherzogtum Niederrhein und Provinz Jülich-Kleve-Berg) mit jeweils drei Regierungsbezirken.

Einer davon war der Regierungsbezirk Aachen in der Provinz Großherzogtum Niederrhein. Entsprechend der preußischen Verwaltungsgliederung wurden darüber hinaus so genannte Kreise gebildet, deren Grenze durch die französischen Kantone weitgehend vorbestimmt waren. Die Größe dieser neuen staatlichen Verwaltungsbezirke legte man danach fest, ob der Bürger seine Geschäfte an einem Tage, ohne zu übernachten, bei der Landratsverwaltung erledigen konnte. Bei einer Wegezeit von ungefähr einer Stunde ergaben die Verhältnisse Anfang des 19. Jahrhunderts eine Geschwindigkeit – zu Fuß oder mit dem Pferdewagen – von 5 Kilometern pro Stunde. 1815 setzte Preußen den Landkreis Aachen aus dem ehemaligen französischen Kanton Burtscheid, dem ehemaligen französischen Kanton Eschweiler und Teilen des Kantons Rolduc zusammen. Ihm gehörten die damaligen Bürgermeistereien Alsdorf (heute Stadt Alsdorf), Burtscheid (heute Aachen-Burtscheid), Eschweiler (heute Stadt Eschweiler), Herzogenrath (heute Stadt Herzogenrath), Stolberg (heute Stadt Stolberg) und Würselen (heute Stadt Würselen) an.

An der Spitze der neuen Verwaltungseinrichtung stand nach den Bestimmungen des § 34 der Allerhöchsten Kabinettsorder Friedrich Wilhelms III. ein „Landrath“. Die Geburtsurkunde des Landkreises Aachen ist die Anordnung der königlich preußischen Regierung zu Aachen, die im Amtsblatt Nr. 1 vom 27. April 1816 veröffentlicht wurde. Mit dem 1. Mai 1816 trat der Landrat Karl Rudolf von Strauch für den Landkreis Aachen sein wichtiges Amt an. Dem Landkreis Aachen wurden 6,16 geografische Quadratmeilen Fläche für 43.349 Seelen zugeteilt. Weder geografisch noch wirtschaftlich noch verwaltungsmäßig blieben die beiden Landkreise so bestehen, wie es im April 1816 verfügt wurde. 1822 wurde per Kabinettsorder die Provinz Großherzogtum Niederrhein mit der Provinz Jülich-Kleve-Berg zur preußischen Rheinprovinz vereinigt.

Im 19. Jahrhundert erfuhr der Landkreis im Inderevier und im Wurmrevier einen gewaltigen industriellen Aufschwung. Federführend waren Familien wie Wültgens-Englerth, Schleicher, Prym, Peltzer, Pastor, Neuman und Hoesch.

1857 wird die Bürgermeisterei Rimburg mit der Bürgermeisterei Merkstein vereinigt.

Kreisstadt war die Stadt Burtscheid bis zum Jahre 1897, in welchem Burtscheid in die nicht zum Kreis gehörige Stadt Aachen eingemeindet wurde. Seitdem war Aachen Kreisstadt, ohne kreisangehörige Gemeinde zu sein. Das Kreishaus befindet sich noch heute auf dem Gebiet der ehemaligen Stadt Burtscheid. Die Kreisgemeinde Forst wurde am 1. April 1906 ebenfalls in die Stadt Aachen eingemeindet.

Durch die Auskreisung der Stadtgemeinde Burtscheid und der Landgemeinde Forst erlitt der Landkreis Aachen erhebliche Landverluste; denn immerhin 2.000 Hektar gingen damit an die Stadt Aachen.

Der Landkreis Aachen gehörte bis 1945 zum preußischen Regierungsbezirk Aachen in der Rheinprovinz und nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1946 zum weiterbestandenen Regierungsbezirk Aachen in dem, aus dem nördlichen Teil der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen durch Verordnung Nr. 46 vom 23. August 1946 Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder der britischen Militärregierung, neu gebildeten Land Nordrhein-Westfalen.

Alsdorf erhält 1950 Stadtrechte.

Seit dem 1. Oktober 1969 heißen alle nordrhein-westfälischen Landkreise jeweils Kreis, also wurde auch der Landkreis Aachen in Kreis Aachen umbenannt.


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