Ingrid Schmidt Fachkosmetik Heilpraktikerin Borken 

 

  Eiscafe Azzurra Melsungen

Schwalmstadt ist die nach Einwohnerzahl größte Stadt des Schwalm-Eder-Kreises in Nordhessen. Sie entstand erst 1970, als die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit den umliegenden Dörfern zur Stadt Schwalmstadt zusammengefasst wurden.

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Schwalmstadt liegt mit vielen Stadtteilen im Schwalmbecken am Westrand des Knüllgebirges. Die Stadt, wie auch diese Landschaft in der Westhessischen Senke hat ihren Namen, „Die Schwalm“, nach dem gleichnamigen Fluss erhalten. Schwalmstadt befindet sich im nördlichen Bereich der Schwalm. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Kassel (etwa 50 km nördlich), Bad Hersfeld (etwa 35 km östlich), Marburg (etwa 35 km südwestlich) und Fulda (etwa 80 km südöstlich).

Schwalmstadt hat zwei Stadtkerne: Treysa mit seiner Altstadt auf einem Höhenrücken – der etwa 35 Meter über das Talniveau (212 m ü. NN) ansteigt – an der Mündung der Wiera in die Schwalm und Ziegenhain (214 m ü. NN) etwa 4,5 km östlich, direkt nordwestlich der Mündung des Grenzebachs in die Schwalm.

Gasthof zur Querenburg Carola Heers Hann. Münden 

 

 ANZEIGE

Der tiefste Punkt der Stadtgemarkung liegt mit 207 m ü. NN, etwas unterhalb der Mündung der Gers in die Schwalm, in der Gansau. Der höchste Punkt ist die 342,7 m ü. NN hohe Landsburg oberhalb der Gansau.

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Schwalmstadt grenzt im Norden an die Gemeinden Jesberg und Neuental, im Osten an die Gemeinde Frielendorf, im Süden an die Gemeinde Willingshausen (alle im Schwalm-Eder-Kreis), sowie im Westen an die Stadt Neustadt (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und die Gemeinde Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis).

Neben den beiden Stadtkernen Treysa und Ziegenhain besteht Schwalmstadt aus den Stadtteilen Allendorf an der Landsburg, Ascherode, Dittershausen, Florshain, Frankenhain, Michelsberg, Niedergrenzebach, Rommershausen, Rörshain, Trutzhain und Wiera.

Im 8. Jahrhundert war Treise im Besitz der Äbte von Hersfeld. Die Grafen von Cigenhagen wurden im 1144 das erste Mal urkundlich genannt. Im Jahr 1186 wurde Treysa von den Grafen übernommen und befestigt. Das Wahrzeichen Treysas, die Martinskirche (heute Totenkirche), wurde 1230 gebaut.

Treysa erhielt die Stadtrechte zwischen 1229 und 1270, und Ziegenhain erhielt 1274 das Stadtrecht. Nach dem Tod des letzten Grafen von Ziegenhain, Johann II., 1450 fiel die Grafschaft an die Landgrafschaft Hessen.

ANZEIGE 

 

 ANZEIGE

Die Landgrafen bauten die Burg in Ziegenhain 1470 zu einem Schloss um, und Philipp I. von Hessen ließ sie von 1537 bis 1548 zu einer Wasserfestung ausbauen.

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Im August 1945 fanden in Treysa die Verhandlungen zur Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt („Kirchenkonferenz von Treysa“). Damit wurde ein Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen vollzogen. Zwei weitere Kirchenversammlungen der EKD im Mai 1946 und im Juni 1947 versuchten das Gespräch über unterschiedliche Auffassungen zum Abendmahl in Gang zu bringen und befassten sich mit der Entnazifizierung.

Unter dem Motto Hessisch willkommen! war Schwalmstadt 1995 Austragungsort des 35. Hessentages.

Von 1961 bis Ende 2006 war Schwalmstadt Bundeswehrstandort. In der Harthberg-Kaserne waren verschiedene Einheiten stationiert, so das Feld-(Panzer-) Artilleriebataillon 21, das Raketenartilleriebataillon 22, die Ausbildungskompanie 11/2, die Begleitbatterie 2, das Nachschubregiment 2, das Nachschubbataillon 51, die 7./Nachschubbataillon 310, die Feldjägerausbildungskompanie 700, die 7./Feldjägerbataillon 801, und die 6./Feldjägerausbildungsbataillon 351. Im Sondermunitionslager Treysa wurden von 1962 bis 1992 unter Aufsicht von US-Soldaten die Atomsprengköpfe für die beiden Treysaer Artilleriebataillone gelagert.

ANZEIGE 

Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurden 1970 die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit den umliegenden Dörfern Allendorf, Ascherode, Dittershausen, Florshain, Frankenhain, Niedergrenzebach, Rommershausen, Rörshain, Trutzhain und Wiera zur Stadt Schwalmstadt vereint. Michelsberg wurde 1972 eingemeindet.

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Die Stadtarchive Treysa und Ziegenhain werden im Hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrt (Bestände 330 Treysa und 330 Ziegenhian). Die Bestände sind größtenteils erschlossen und sind online recherchierbar.

Wappen

Blasonierung: In Gold ein schwarzer, rotbewehrter, nach rechts blickender Ziegenkopfadler. Auf seiner Brust in Silber ein sechsstrahliger roter Stern.

Bedeutung: Die Wappenzeichen sind geschichtliche Symbole der beiden Städte und der alten Grafschaft Ziegenhain.

 ANZEIGE

Städtepartnerschaften

  • Kanton Loriol-sur-Drôme im Département Drôme, Frankreich
  • Zwalm in Flandern, Belgien

Theater

  • Freilichtbühne Schwalmberg
  • Freilichtbühne Totenkirche
  • Theaterverein Trutzhain: „Trutzhainer Bühne“

Museen

  • Deutsches Schreibmaschinenmuseum
  • Museum der Schwalm Ziegenhain
  • Gedenkstätte und Museum Trutzhain
  • Museumsbahnverein „Eisenbahnfreunde Treysa e. V.“ (ehemals „Eisenbahnfreunde Schwalm-Knüll e. V.“)

ANZEIGE 

Bauwerke

  • Die Historischen Altstädte Treysa und Ziegenhain mit zahlreichen Fachwerkhäusern
  • Totenkirche mit „Buttermilchturm“ in Treysa
  • Stadtpfarrkirche
  • Altes Hospital in Treysa
  • Hexenturm in Treysa
  • Schloss mit Wallgraben und Paradeplatz in Ziegenhain
  • Rathaus und Johannisbrunnen in Treysa
  • Ehemaliges Kriegsgefangenenlager Trutzhain
  • Lokschuppen im alten Bahnbetriebswerk
  • Wallfahrtskirche Maria Hilf Trutzhain

Küche Küchen Küchenstudio Herborn ANZEIGE

Naturdenkmäler

  • Hügelgrab von Wiera
  • Meteor von Rommershausen

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Hutzelkirmes (Treysa)
  • Ziegenhainer Salatkirmes
  • Kirmes in Allendorf an der Landsburg
  • Kirmes in Dittershausen
  • Kirmes in Florshain

ANZEIGE 

  • Kirmes in Niedergrenzebach
  • Kirmes in Michelsberg
  • Kirmes in Wiera
  • Weindorf an der Totenkirche
  • Johannisfest (Niedergrenzebach)
  • Brunnenfest in Niedergrenzebach
  • Scherzmarkt
  • Michaelismarkt
  • Quinauer Wallfahrt in Trutzhain
  • Weihnachtsmärkte in Niedergrenzebach, Treysa und Ziegenhain

 ANZEIGE

Straßenverkehr

Durch Schwalmstadt führen die Bundesstraßen 254 (von Fulda über Schwalmstadt nach Kassel) und 454 (von Bad Hersfeld über Schwalmstadt nach Marburg). In der Nachbargemeinde Neuental endet die Bundesautobahn 49, deren Weiterbau bis Schwalmstadt im Jahre 2016 fertiggestellt sein soll.

Schienenverkehr

Die Main-Weser-Bahn von Frankfurt nach Kassel führt durch Schwalmstadt. Hier gibt es den Bahnhof Treysa und den Bahnhof Schwalmstadt-Wiera.

Stündlich enden RegioTram-Züge von bzw. nach Kassel und der Mittelhessen-Express von bzw. nach Frankfurt in Treysa. Zusätzlich halten jeweils im Zweistundentakt ein InterCity und ein Regionalexpress der Linie Kassel-Frankfurt in Treysa.

ANZEIGE 

Schwalmstadt-Wiera wird stündlich vom Mittelhessen-Express bedient.

Durch die Stadt führte auch die strategische Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Metz, die als Kanonenbahn bezeichnet wurde.

Schwalmstadt hatte früher mit der Bahnstrecke Bad Hersfeld–Treysa (auch Knüllwaldbahn genannt) eine Verbindung nach Bad Hersfeld.

Fahrradwege

Urheber Oliver Hess
Urheber Oliver Hess,
Proweb Consulting GmbH

 

Der hessische Radfernweg R 4 von Bad Karlshafen nach Hirschhorn am Neckar führt von Fritzlar kommend über Zimmersrode durch den Wald an der Landsburg im Stadtteil Allendorf westlich an Ziegenhain vorbei über Loshausen Richtung Alsfeld.

2010 wurde der 101 km lange Schwalm-Radweg eröffnet, der entlang des Flusses gleichen Namens von der Quelle im Vogelsberg bis nach Felsberg führt. Im Gebiet von Schwalmstadt verläuft er um den Flugplatz von Ziegenhain und trennt sich vorübergehend vom R 4, mit dem er über weite Strecken identisch ist. Über Treysa und Rommershausen verlässt der Schwalm-Radweg in Allendorf den Bereich Schwalmstadts, wo er auch wieder mit dem R 4 zusammentrifft.

 ANZEIGE

Der Schwalm-Efze-Weg R 14 beginnt in Treysa und führt durch das Schwalm-Becken nach Ziegenhain und Niedergrenzebach über Frielendorf nach Homberg (Efze).

Der Schwalm-Fulda-Weg R 11 von Gemünden (Kreis Frankenberg) nach Wahlshausen und Oberaula verläuft von Sachsenhausen kommend über Florshain nach Treysa und von dort über Wirtschaftswege nach Wasenberg.

Segelfluggelände

Im Ortsteil Ziegenhain befindet sich das Segelfluggelände „Der Ring“. Dort gehen die Flugsportvereinigung Schwalm und die Akaflieg Frankfurt dem Segelflugsport nach.

ANZEIGE  

Medien

  • Schwälmer Allgemeine (täglich), Dierichs Verlag (HNA)
  • Schwälmer Bote am Sonntag und
  • Schwälmer Bote am Mittwoch, MB-Media Verlag MAZ Mittelhessische Anzeigen Zeitung (mittwochs), MAZ-Verlag Gießen

Staatliche Einrichtungen

Das Amtsgericht Schwalmstadt hat seinen Sitz in der Stadt.

Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt

Die JVA Schwalmstadt befindet sich im Stadtteil Ziegenhain im ehemaligen Jagdschloss der Landgrafen von Hessen-Kassel sowie einem Erweiterungsbau. Nachdem 2003 der offene Vollzug ausgelagert wurde, existiert in der JVA nur noch der geschlossene Vollzug, unterteilt in höchste und geringere Sicherheitsstufe.

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Der THW-Ortsverband Schwalmstadt wurde 1961 gegründet. Im Ortsverband Schwalmstadt ist u. a. ein Technischer Zug mit Fachgruppe Ortung stationiert.

Bildungseinrichtungen

Die Stadt hat unter anderem die allgemeinbildenden Schulen, die Carl-Bantzer-Schule (kooperative Gesamtschule), das Schwalmgymnasium und die Schule im Ostergrund (Haupt- und Realschule). Dazu kommen die Grundschulen, die Ziegenhainer Grundschule, die Brüder-Grimm-Schule in Allendorf, die Eckhard-Vonholdt-Schule in Treysa, die Grundschule Niedergrenzebach und die Mittelpunkt Grundschule.

Im Bereich der Förderschulen bietet Schwalmstadt eine große Vielfalt. Neben der Sankt-Martin-Schule, einer Schule für Lernhilfe des Schwalm-Eder-Kreises als regionales sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum, ist vor allem die Förderschule Hephata als überregionales Beratungs- und Förderzentrum zu nennen; sie befindet sich in Trägerschaft der Hephata Diakonie und umfasst Schulen für Erziehungshilfe, Lernhilfe, Praktisch Bildbare, Kranke und Körperbehinderte. Zugehörig ist zudem die Friedrich-Trost-Schule als Berufsschule für Praktisch Bildbare, Körperbehinderte, Lern- und Erziehungshilfe.

Berufs- und weiterbildende Schulen sind die Beruflichen Schulen Schwalmstadt und die Hephata Akademie für soziale Berufe.

Die Hephata Akademie ist zudem Studienstandort der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. In Bachelor- und Masterstudiengängen kann man Abschlüsse in verschiedenen Bereichen sozialer Arbeit erwerben.

Weitere Bildungseinrichtungen sind der Stenografenverein 1925 Treysa e. V. (Aus- und Fortbildungsstätte für Stenografie, Maschinen-/Tastschreiben, Bürotechnik, Internetschulungen, Text- und Datenverarbeitung) und die Volkshochschule.

Ansässige Unternehmen

Im Bereich der Kunststoffverarbeitung sind die Merkel Freudenberg Fluidtechnic GmbH (Dichtungs- und Schwingungstechnik) und die Horn & Bauer GmbH & Co. KG (Folientechnik) angesiedelt. Im Bereich des Maschinenbaus arbeitet die Firma Konvekta AG (Heizungs-, Klima- und Kältetechnik) und im Bereich der Elektrotechnik die Firma Optelec GmbH (elektronische Sehhilfen). Weiterhin haben die Logistikfirma Heidelmann GmbH (internationale Spedition und Lagerung für temperaturgeführte Güter), der Schuhhersteller Erich Rohde GmbH und die Schwalm Bräu Privat Brauerei Friedrich Haaß KG ihren Firmensitz in Schwalmstadt.

Im Bereich der Sozialpädagogik ist die Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. tätig.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schwalmstadt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.