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Frielendorf ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, Deutschland. Sie ist staatlich anerkannter Luftkurort. Der Kernort wurde als "Frilingendorf" im Jahre 1197 in einem Einkommensverzeichnis des Klosters Spieskappel erstmals urkundlich erwähnt.

Frielendorf liegt am Nordwestrand des Knüllgebirges etwa 8,5 km südwestlich von Homberg. Nordwestlich des Dorfs liegt der Sendberg (339 m ü. NN), nordöstlich der Silbersee und südöstlich erhebt sich die Mark (382,7 m ü. NN). Durchflossen wird es vom Efze-Zufluss Ohebach.

Frielendorf grenzt im Nordosten und Osten an die Stadt Homberg, im Südosten an die Stadt Schwarzenborn, im Süden an die Stadt Neukirchen und an die Gemeinde Willingshausen, im Südwesten und Westen an die Stadt Schwalmstadt, im Westen an die Gemeinde Neuental und im Nordwesten an die Stadt Borken; sie gehören alle auch zum Schwalm-Eder-Kreis.

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Zur Gemeinde Frielendorf gehören neben dem Kernort die fünfzehn Ortsteile (Datum der Eingemeindung in Klammern):

  • Allendorf (1. Januar 1974)
  • Gebersdorf (31. Dezember 1971)
  • Großropperhausen (1. Januar 1974)
  • Lanertshausen (31. Dezember 1971, vorher Gemeinde Lenderscheid)
  • Leimsfeld (1. Januar 1974, vorher Gemeinde Grenzebach)
  • Lenderscheid (31. Dezember 1971, vorher Gemeinde Lenderscheid)
  • Leuderode (1. Januar 1974)
  • Linsingen (31. Dezember 1971)

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  • Obergrenzebach (1. Januar 1974, vorher Gemeinde Grenzebach)
  • Schönborn (1. Januar 1974, vorher Gemeinde Grenzebach)
  • Siebertshausen (31. Dezember 1971, vorher Gemeinde Lenderscheid)
  • Spieskappel (1. Januar 1974)
  • Todenhausen (31. Dezember 1971)
  • Verna (1. Januar 1974)
  • Welcherod (1. Januar 1974, ehemals Ortsteil von Verna)

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Um die Verwaltung zu professionalisieren, bessere Koordinierungs- und Abstimmungsmöglichkeiten für größere Planungsräume und die Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes zu schaffen wurde die hessische Verwaltungs- und Gebietsreform durchgeführt. Die erste Phase war der freiwillige Zusammenschluss der Gemeinden. Dies wurde auch durch finanzielle Vergünstigungen von Seiten des Landes gefördert.

Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Lenderscheid und am 1. Januar 1974 die Gemeinde Grenzebach in die Gemeinde Frielendorf eingemeindet.

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Die Gemeinde Frielendorf unterhält eine Partnerschaft mit dem thüringischen Kleinschmalkalden sowie seit dem 30. Mai 2009 mit der westflandrischen Stadt Poperinge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Im Museumsladen mit der Ausstellung Die Zeche Frielendorf wird über Frielendorfer Geschichte und den einstigen Braunkohlenbergbau in und um das Dorf informiert.

Das Dorfmuseum Verna informiert über dörfliche Wohnkultur, Mobiliar und Handwerkzeug.

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Bauwerke

Im Ortsteil Spieskappel steht die 1255 geweihte Kirche St. Johannes des ehemaligen Klosters Spieskappel, die ursprünglich zum 1143 gegründeten Prämonstratenser-Chorherrenstift Cappel gehörte. Die Kirche wird meist nur als Klosterkirche bezeichnet. Die Orgel wurde in der Werkstatt des Orgelbauers Johannes Schlottmann aus Hersfeld gebaut.

Der Spießturm (auch „Spieskappeler Warte“ genannt) ist ein mittelalterlicher Wartturm, an der Straße zwischen Spieskappel und Obergrenzebach. Er steht an einem Punkt, an dem sich wichtige mittelalterliche Handelsstraßen schnitten, sowie an der einstigen Grenze zwischen Oberhessen und Niederhessen. Im 15. und 16. Jahrhundert fanden am Spieß die Landtage der hessischen Landstände statt. Der Spießturm ist Teil des Frielendorfer Wappens.

Parks

Der Ferienwohnpark Silbersee liegt östlich von Frielendorf an dem gleichnamigen See.

Etwa 150 Jahre lang, bis in die 1960er Jahre, waren Braunkohlebergbau und Brikettherstellung die wirtschaftliche Basis des Kernorts und der umliegenden Dörfer. Frielendorf gehörte zu den bedeutendsten Braunkohlerevieren Hessens, und Tagebaugruben prägten das Landschaftsbild. Das Dorfbild selbst wurde von der Brikettfabrik der Gewerkschaft Frielendorf dominiert. In den 1920er Jahren arbeiteten zeitweise rund 1400 Menschen im Frielendorfer Bergbau. Insgesamt wurden ca. 26,5 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert und ca. 6,5 Millionen Tonnen Briketts hergestellt. Die Briketts der Marke “Hassia” waren weit über die Region hinaus bekannt.

Mit dem Ende des Kohleabbaus in Frielendorf begann ein drastischer Strukturwandel, von Bergbau und Industrie zum Fremdenverkehr. Kernstück dieses Strukturwandels wurde die Umwandlung eines großen Tagebaurestlochs in einen Bade- und Angelsee, den Silbersee, dessen Umgebung inzwischen längst wieder renaturisiert ist und um den ein Feriendorf entstand.

Frielendorf liegt an der Bundesstraße 254 (Homberg–Fulda). Zur Bundesautobahn 49 (Kassel– Fritzlar-Marburg) Anschlussstelle Neuental sind es etwa 11 km. Die Gemeinde gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Die nächsten Bahnstationen sind Wabern, Schwalmstadt-Treysa, Borken (Hessen) und Kassel-Wilhelmshöhe.


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Das Bild basiert auf dem Bild: "Kirche St. Johannes in Spieskappel" aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Der Urheber des Bildes ist OmiTs.