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Verbandsgemeinde Pellenz - Informationen Verbandsgemeinde Pellenz -
Unternehmen Verbandsgemeinde Pellenz

Die Verbandsgemeinde Pellenz im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören fünf Ortsgemeinden an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Andernach, die aber selbst der Verbandsgemeinde nicht angehört.

Die Verbandsgemeinde Pellenz bildet zusammen mit den Verbandsgemeinden Vordereifel, Mendig und Brohltal die Vulkanische Osteifel, eine von drei Teilregionen in die sich die Vulkaneifel gliedert.

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Verbandsangehörige Gemeinden:
* Kretz
* Kruft
* Nickenich
* Plaidt
* Saffig

Proff GmbH & Co.KG 

 

 

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geviertelt, 1: In Silber ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, überdeckt durch zwei schräggekreuzte rote Schlüssel, 2: In Grün ein silberner Wellenschrägbalken, 3: In Blau ein achtstrahliger, geschliffener, goldener Stern, 4: In Silber ein rotes durchgehendes Balkenkreuz.“

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Wappenerläuterung: Das Wappen oben rechts (in 1) ist das Stadtwappen von Andernach und soll auf den Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Pellenz in Andernach mit der ehemalige Bezeichnung Andernach Land hinweisen, der silberne Wellenschrägbalken in grünem Feld stellt die Nette dar, die durch die grünen, fruchtbaren Flure der Pellenz fließt, der achtstrahlige goldene Stern im blauen Feld versinnbildlicht die vor 1969 insgesamt acht zur Verbandsgemeinde gehörenden Ortsgemeinden (das waren noch: Eich, Miesenheim und Namedy) und das rote Balkenkreuz in Silber erinnert an die ehemalige Landeshoheit in der Pellenz (ausgenommen in Miesenheim, das mit Andernach zu Kurköln gehörte) durch das Kurfürstentum und den Erzstift Trier (Kurtrier) bis 1794.

 

KRETZ

Kretz in der Pellenz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pellenz an. Gelegen im breiten Talgrund des Krufter Baches trennt die A 61 den Ort von der Nachbargemeinde Kruft. Viele namhafte Unternehmen der Baustoffindustrie sind hier ansässig.

Im Güterverzeichnis von St. Maximin in Trier wird der Ort 1273 als Gretia erstmals erwähnt.

Wappen
Blasonierung: „Geteilt von Gold und Silber, oben zwei rotbewehrte, schwarze, gekreuzte Bärentatzen, unten ein rotes Balkenkreuz.“

 

Bedeutung: Das rote Kreuz, Wappensymbol von Kurtrier, erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zum Kurstaat. Die Bärentatzen stammen aus dem Siegelbild der Ritterfamilie „von Kretz“.

Sehenswürdigkeiten
* Das im Jahr 2000 für den Tourismus aufbereitete Tuffbergwerk Meurin stammt aus der Römerzeit.
* Der Rundwanderweg entlang des Baches oder der Wanderwege des Vulkanparks führen an zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang, z. B. der Kretzer Mühle mit Wasserrad.

Zahlreiche Vereine pflegen das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft. Neben dem ausgeprägten Treiben während der Fünften Jahreszeit gestaltet von der Karnevalsgemeinschaft bildet die "Katholische Frauengemeinschaft", der "Kretzer Männerchor", der Angelverein und der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes mit Jugend- und Kindergruppe den speziellen Ortscharakter.

KRUFT

Kruft ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pellenz an.

Schon die Römer betrieben im Gemeindebereich unterirdische Steinbrüche für die Gewinnung von Tuffsteinen. Nachweisbar wurden diese Steine bis nach Italien gebracht und dort beim Bau von öffentlichen Gebäuden verarbeitet. Der gewonnene Trass fand ebenfalls beim Bau Verwendung. Heute zeugen noch viele unterirdische Stollen in der Gemeinde von den Aktivitäten der Römer. Etwa im Jahre 400 n. Chr. Wurden die Römer von den Franken verdrängt. Diese geschichtliche Tatsache ist durch fränkische Gräberfunde mit Grabbeigaben bewiesen. Der fränkische Stamm der Ripuaren oder Ripuarier bewohnte das Land von der Mosel nordwärts bis Köln.

In späteren Jahrhunderten widmeten sich die Krufter Bürger überwiegend dem Ackerbau. Auch hier sind noch einige alte Höfe als Zeugen aus dieser Zeit vorhanden. Die alte Propstei zeugt ebenso von einem Geschichtsabschnitt der Gemeinde, in der enge Verbindungen zum Kloster Maria Laach bestanden. Bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1093 wird Kruft erwähnt. Im Pellenzgau war die Gemeinde Kruft eine Enklave, die zum Kloster Laach gehörte. Davon zeugt heute noch der in seinen Ursprüngen 1548 errichtete un dann durch Abt Placidus Kessenich 1666 in seiner heutigen Größe errichtete 'Laacher-' oder Oehlings-Hof in der Ortsmitte (s. Architekt und Baumeister Heinzen: Fraukircher Hof, Burghaus Wassenach, ...). Die Krufter hatten als Leibeigene des Klosters dort ihren Zehnten abzuliefern. Aus dieser Zeit stammt noch der Spruch „Unter dem Krummstab ist gut leben“. Eine weitere Besonderheit in der Gemeinde Kruft ist das Breidelsgut, eine Stiftung, die bereits über Jahrhunderte besteht. Laach tauschte 1615 den "Breidelswald" gegen 400 Morgen Ackerland bei Kruft ein; diese befinden sich heute noch im Besitztum der Breidelsmärkerschaft. Diese 400 Morgen Land dürfen die Breidelsmärker unentgeltlich beackern oder aber verpachten, wobei ihnen der Pachtzins zusteht. Diese Stiftung hat auch alle Auflösungsbestrebungen des Dritten Reiches überdauert.

Im Jahre 1794 erschienen die Franzosen in Kruft und hielten die Gemeinde fast 20 Jahre besetzt. 1802 wurde durch Napoleon das Kloster Laach aufgelöst. Der Klosterbesitz wurde verkauft. Damit endete für Kruft eine 700 Jahre währende Leibeigenschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg begann dann in der Gemeinde Kruft ein Strukturwandel. Eine Zementfabrik wurde errichtet. Ein Betrieb für feuerfeste Produkte erweiterte seine Kapazitäten und auch die Produktion von Bimsbaustoffen konnte in größerem Maße aufgenommen werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte dann endgültig eine Umwandlung des Gemeinwesens in eine Industriegemeinde. Es entstanden neue Bimsbaustoffwerke, da durch die ungeheuren Zerstörungen des Krieges ein großer Baustoffbedarf bestand. Die Wirtschaftsstruktur verbesserte sich, indem sich zwar artverwandte aber krisenfeste Betriebe in der Gemeinde ansiedelten. In der Gemeinde Kruft sind heute neben zahlreichen Bimsbaustoffwerken ein großes Zementwerk, ein Betrieb für feuerfeste Produkte, ein Betonwerk, welches Produkte für Landschaftsgestaltung herstellt, ein Beton-Rohwerk und viele Leistungsfähige Handwerksbetriebe ansässig. Die Zahl der bäuerlichen Betriebe ist erheblich zurückgegangen, wobei allerdings die noch vorhandenen Betriebe ihre Leistungsfähigkeit gesteigert haben.

Wappen
Blasonierung: „In Rot eine goldhaarige und goldbekronte Gottesmutter in blauem Mantel, das goldhaarige Christuskind auf dem rechten Arm haltend, beide mit silbernem Nimbus, von einer goldenen, 14flammigen Gloriole umflossen und auf einer goldenen, liegenden Mondsichel stehend.“

Das Gemeindewappen von Kruft mit dem Bildnis der Heiligen Maria mit dem Christuskind entstammt einem Schöffensiegel, das nach dem Staatsarchiv von Rheinland-Pfalz bis 1562 nachweisbar ist. Wenn auch historisch nicht bewiesen, mag die Tatsache, dass ja die besitzende Abtei seinerzeit über 700 Jahre bis 1863 Kloster „Sancta Maria ad Lacum“ („Heilige Maria am See“) oder kurz Kloster Laach hieß, auch dazu veranlasst haben mag, den Gebrauch des Bildnis der Gottesmutter ihm Schöffensiegel des damals wichtigsten Besitztums des Klosters zu gestatten. Kruft hat unter 41 Äbten von Laach von 1138 bis 1802 dem Kloster als Besitztum angehört.

Das Gemeindewappen mit dem Madonnenbildnis ist aber auch die Überlieferung einer tiefen Frömmigkeit der Pellenzbevölkerung im katholischen Glauben. Das Christentum hat hier schon früh Raum gewonnen und war durch lange Jahrhunderte von unerschütterlichem Bestand. So hat diese Überlieferung einen ernsten und stets von neuem mahnenden Klang.

Kruft hat eine sehr alte Schützenbruderschaft: Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1380 e.V. Kruft. Das angebliche Gründungsjahr ist nicht zu belegen. Die Bruderschaft fühlt sich in der Gegenwart den traditionellen Schützenwerten Glaube, Sitte und Heimat ebenso verpflichtet wie der Pflege des Schießsports.

Die Noth Gottes-Bruderschaft wurde 1928 gegründet und zählt 2005 mehr als 300 Mitglieder. Sie führt jedes Jahr am ersten September-Wochenende die dreitägige Fußwallfahrt ins 87 Kilometer entfernte Noth Gottes (ehemaliges Kapuzinerkloster oberhalb von Rüdesheim) durch. Rund 100 Fußpilger nehmen an der Wallfahrt teil, die von zwei Pilgerführern geleitet wird (2004/2005 gab es erstmals eine Pilgerführerin). Die nachweisbar früheste Wallfahrt war 1674. Ihren Ursprung nahm die Pilgerfahrt vermutlich durch ein Gelübde während oder nach der großen Pestwelle 1666.

Die Maria Hilf-Bruderschaft führt Mitte September eine Fußwallfahrt nach Maria Hilf in Koblenz durch.

NICKENICH

Nickenich, Neekenesch auf Nickenicher Platt, am Laacher See ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pellenz an.

Nickenich liegt in unmittelbarer Nähe zum Laacher See, etwa 7 Kilometer von Andernach entfernt.

Archäologischen Funden zufolge war Nickenich seit weit über 2000 Jahre Siedlungsplatz der Kelten (Tumulus-Grabmalfund, Brandgräber und Urnen im Ortsbereich). Der keltischen Siedlungsperiode folgten etwa um 50 v. Chr. die Römer. In einer Urkunde vom 5. Mai 1069, in der Papst Alexander II. eine Schenkung Bischof Odos von Toul (1052–1069) über ein Viertel der Nickenicher Eigenkirche mit 400 Morgen Grundstücken an das Kloster St. Salvator in Toul bestätigt, wurde Nickenich als Nethenis erstmals erwähnt. Auch eine Herleitung aus dem Festlandskeltischen wird in Erwägung gezogen. So soll zur Zeit der Kelten und Römer die Siedlung aus Villen und Höfen "NIGIDIACUM" (lateinische Form) geheißen haben und soviel wie "Siedlung des NIGIDIUS" bedeuten, ähnlich wie Andernach aus "ANTUNNACUM". Nach dem Weggang der Römer siedelten die Franken in der Region.

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Seit dem 12. Jahrhundert ist die Existenz von Nickenich beinahe lückenlos als Ort nachgewiesen. Große Ritterfamilien und hochgestellte Persönlichkeiten bewohnten das Dorf, so die Ritter Gramann von Nickenich (1373-1518) und die Ritter von Nickenich, später Ritter von dem Weiher zu Nickenich nach Belehen des Weiherhofs.

Wappen
Blasonierung: In Silber drei rote Rauten, darunter ein grüner Ring.

Die drei Rauten stehen für das Rittergeschlecht derer zu Nickenich (~1160-1616; seit ~1400 Ritter von dem Weiher zu Nickenich), der Ring für den Bischof von Metz, St. Arnulf.

Seit einigen Jahren verfügt der Ort über das Pellenz-Museum, welches in der Grundschule Nickenich untergebracht war. Seit 2002 ist es in einem Teil des ehemaligen Karthäuserhofs untergebracht und beherbergt Funde zur Vor- und Frühgeschichte und zur Römerzeit.

An der Laacher Straße, am westlichen Ortsrand, wurde ein gallo-römisches Grabmal aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., der sogenannte „Tumulus von Nickenich“ als Rekonstruktion wieder aufgebaut.

Von der um 1200 auf den Resten einer römischen Villa errichteten Pfarrkirche (1842 abgerissen) hat sich bis heute der romanische Turm erhalten. Die heutige neoromanische Kirche wurde 1848 fertiggestellt und ist dem Heiligen Arnulfus geweiht. Sie wurde von Johann Claudius von Lassaulx geplant. Im September 2005 wurde die Renovierung des Innenraums abgeschlossen. Die Säulen und die Decke werden nun mit Ornamenten geschmückt. Sie wird auf Grund ihrer Größe im Vergleich zu den anderen Kirchen in der Umgebung auch Pellenzdom genannt.

PLAIDT

Plaidt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pellenz an. Durch Plaidt fließt die Nette.

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Plaidt wurde erstmals 895 in einer Schenkungsurkunde als bloide erwähnt. Bis 1794 unter der Herrschaft Kurtriers wurde der Ort von den anrückenden Franzosen in eine französische „Mairie“ umgewandelt. 1815 der „Mairie Andernach“ (1800 gegründet) angegliedert, wurde die Pellenzgemeinde später unter der Herrschaft Preußens Teil der Bürgermeisterei Andernach.

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1858 war Plaidt mit den damaligen Gemeinden bzw. Dörfern Eich, Kretz, Kruft, Miesenheim, Namedy und Nickenich Teil der durch Bürgermeister F. J. Weygold neu geformten Landgemeinde Andernach-Land, die sich seit dem 1. Januar 1992 Verbandsgemeinde Pellenz nennt.

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Wappen
Wappen Blasonierung: „Geviert, oben rechts in Blau eine leicht rechts geneigte goldene Ähre, daneben ein silberner Mühlstein, oben links in Gold zwei schräg gekreuzte blaue Steinwerkzeuge, doppelköpfig und einfach, mit roten Stielen, unten rechts in Silber ein rotes durchgehendes Balkenkreuz und unten links in Grün ein silberner Wellenschrägbalken.“

Proff GmbH & Co.KG 

Erklärung: Ursprünglich bestand der Ort aus neun Bauernhöfen und sieben Wassermühlen, auf das die Symbole Ähre und Mühlstein hinweisen. Einige Steinwerkzeuge sind einem alten Gemeindesiegel von 1796 entnommen. Diese deuten auf die Steinindustrie (Basalt und Tuff) hin, welche bis in die Römerzeit zurückzuführen ist.

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Das rote Balkenkreuz auf weißem (silbernen) Grund weist auf die ehemalige Landesherrschaft des Kurfürstentums und Erzstifts Trier hin, der silberne Wellenschrägbalken im grünen Feld symbolisiert die Nette, welche Ort und Flure durchfließt. Nette und Trierer Kreuz sind auch Bestandteile des Verbandsgemeindewappens.

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Die Regionale Schule Pellenz besteht seit 1974. Die Schule beschäftigt über 50 Lehrer. Zurzeit besuchen über 750 Schüler die Schule. Viele Schüler reisen aus dem Umland mit dem Bus an.

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Seit 1999 schreiben zwei Lehrer dieser Schule erfolgreiche Musicals (u.a. "Die geheimnisvolle Spieluhr", "Ba-Ba-Balla" und "Eine wundervolle Freundschaft"). 2007 starteten die beiden Lehrer eine Musikshow mit dem Titel "WM-Kult Tour - Auf nach Berlin" u.a mit Thomas Anders, den Mainzer Hofsängern und Juventus Vocalis. Seit 2008 ist die Regionale Schule Pellenz auch eine Ganztagsschule.

Die Regionale Schule Pellenz erhielt am 24. Mai 2007 für ihre Musicalproduktionen den Kulturförderpreis des Kreises Mayen-Koblenz.

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Neben der Regionalen Schule hat Plaidt auch eine Grundschule. Der angrenzende Spielbereich wurde Ende 2004 erneuert. Eine Sporthalle grenzt ans Schulgebäude, inmitten deren Eingangshalle sich ein Kiosk für den kleinen Pausenhunger befindet. Seit 2007 wird die Sporthalle aufwendig erneuert, da das alte Dach einzustürzen drohte.

SAFFIG

Saffig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pellenz an.

Saffig liegt in der Pellenz im linksrheinischen Teil des Neuwieder Beckens.

Die Landschaft der Pellenz im äußersten Osten der Eifel ist ein uraltes Siedlungs- und Kulturgebiet. Erste Spuren des Menschen führen bis in die Altsteinzeit (vor rund 200.000 Jahren) zurück. So entdeckten Forscher auch auf den Wannen sowie den Wannen- und Eiterköpfen bei Saffig alt- und mittelsteinzeitliche Siedlungsplätze. Tierknochen und Steinwerkzeuge beweisen, dass Neandertaler dort das in der Ebene erlegte Wild (u. a. Hirsch, Ren, Pferd, Esel) verwerteten. Grabfunde deuten auf eine kontinuierliche Besiedlung von der Jüngeren Bronzezeit und Urnenfelderkultur (um 1250 - um 750 v. Chr.) über die eisenzeitliche Eifel-Hunsrück-Kultur (um 750 - um 500 v. Chr.) bis zur Spätlatènezeit hin.

Der Ortsname „Saffig“ ist nach jüngsten sprachwissenschaftlichen Untersuchungen keltischen Ursprungs und weist möglicherweise auf eine Gewässerstruktur hin. Im Neuwieder Becken lagen die am weitesten nach Osten vorgeschobenen Siedlungen der keltischen Treverer, die in der Zeit des Gallischen Krieges (58-50 v. Chr.) von Caesar unterworfen wurden. Die Römer nutzten die Pellenz zur Ansiedlung landwirtschaftlicher Betriebe sowie als Baustofflieferant (Basalt, Tuff) für zivile und militärische Projekte. So wurden in Saffig verschiedentlich Überreste von Landvillen („villae rusticae“) mit dazugehörigen Wasserleitungen entdeckt. In einem römischen Brandgrab des 2. Jahrhunderts n. Chr. fand man u. a. ein Kultbrot, das damit zu den ältesten Gebäckfunden Deutschlands gezählt werden muss. Aufbewahrt wird diese kulturgeschichtliche Besonderheit im Pellenz-Museum in Nickenich.

Die Bimsindustrie war und ist für die Archäologie in der Pellenz Segen und Fluch zugleich; viele Funde wurden durch sie erst möglich, nicht wenige aber auch zerstört. Ein positives Beispiel ist die Freilegung eines fränkischen Reihengräberfeldes 1980/81. Am Westrand von Saffig war man zufällig auf diesen Friedhof der Merowingerzeit gestoßen. Von ursprünglich wohl einmal 350 Gräbern konnten 250 systematisch untersucht werden. Neben zahlreichen Grabbeigaben (Schmuck, Keramik, Waffen) fand man auch Grabsteine aus Tuff, von denen einige unzweideutig christliche Symbole aufweisen. Die Größe des Gräberfeldes und der hohe Anteil an Kindergräbern deutet auf eine benachbarte Siedlung hin, deren Tote hier von der zweiten Hälfte des 6. Jahrhundert bis zum Ende des 7. Jahrhundert bestattet wurden. Vermutlich rekrutierten sich die Christen dieses Dorfes vor allem aus der romanischen Restbevölkerung. Die frühmittelalterliche Siedlung darf man nahe der Quelle des Burbachs (heute im ehem. Schlosspark) annehmen, eines Zuflusses der Nette. Noch heute befindet sich hier der Ortskern. Die Ausgrabungen erlauben es, die Anfänge einer Saffiger Dorfgemeinschaft um rund 700 Jahre zurück zu datieren, denn urkundlich erwähnt wird die Gemeinde als „Saffge“ erst 1258.

Damals war Saffig bis 1481 als kurkölnisches Lehen in der Hand der Herren von Kempenich. Die Patronatsrechte lagen bis 1725 beim adligen St.-Cäcilien-Stift in Köln. 1725 gelangten sie durch Karl Caspar III. von der Leyen (1655-1739, Regierungszeit 1687-1733) an die Saffiger Pfarrei und damit auch das Patrozinium der römischen Märtyrerin Cäcilia mit der Abgabe des Kirchenzehnten – übrigens das einzige in der Diözese Trier.

Über Peter von Schöneck und Simon Mauchenheimer von Zweibrücken kam die Saffiger Herrschaft schließlich 1481 als Lehen in die Familie von der Leyen. Georg von der Leyen hatte Simons Tochter Eva geheiratet. Bis zum Endes des Alten Reiches blieb fortan die Geschichte des Ortes Saffig aufs Engste mit der des bedeutenden mittelrheinischen Adelsgeschlechtes verbunden. Johannes Butzbach (1477-1516), auch Piemontanus (Miltenberger) genannt, seit 1501 im Kloster der Benediktinerabtei Laach Novize, seit 1507 dort Prior und ein bedeutender Humanist seiner Zeit, erwähnte in seinem „Wanderbüchlein“, wie er im Dezember 1500 auf dem Weg ins Kloster im „Haus des hochedlen Herren Georg von der Leyen“ in Saffig Station machte. Georgs I. Sohn Simon (*1471) amtierte zu dieser Zeit als 22. Abt in Maria Laach (1491-1512), das damals noch Kloster Laach hieß. Ebenfalls in diesem Zeitraum kam um 1490 ein Mann namens Peter Briesger in Saffig zur Welt, der später einer der renommiertesten Orgelbauer der Renaissance wurde. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Instrumente in Maastricht, Tongern, Koblenz, Andernach sowie die Trierer Domorgel (1537).

Als im Jahr 1703 mit dem Tod des Freiherrn Karl Kasper die Saffiger Linie von der Leyen erlosch, fiel die kurkölnische Herrschaft - neben Hauptsitz in Koblenz - an den älteren gräflichen Zweig. Saffig wurde nun zu einer repräsentativen Dependance (Niederlassung) ausgebaut. Im Mittelpunkt standen das Grafenschloss und die 1739-1742 nach Plänen Balthasar Neumanns von seinem Schüler Johannes Seiz erbaute Kirche. Franz-Karl von der Leyen (1736-1775) verlegte 1773 seine Residenz nach Blieskastel, Saarland, womit Saffig seinen Residenzstatus verlor. Für das Dorf war der Verlust der Residenz und damit des Arbeitsplatzes der vielen an die Residenz gebundenen Handwerker eine Katastrophe.

Nach Annexion der linksrheinischen Gebiete durch Frankreich in der Zeit der Revolutionskriege (1794-1815) wurde der von Napoléon Bonaparte in den Fürstenstand erhobene Philipp von der Leyen rechtsrheinisch entschädigt und Mitglied des Rheinbundes. Saffig erhielt den Status einer „Mairie“, zu der die Nachbargemeinden Plaidt, Kruft und Kretz gehörten. Die preußische Verwaltung machte Saffig zu einem Teil der Bürgermeisterei Andernach, seit 1992 gehört es der Verbandsgemeinde Pellenz an.

Wappen
Blasonierung: „Über gekürzter, eingeschweifter Spitze, darin in Silber ein roter Vulkangipfel mit schwarzem Rauch, in Blau vorne nebeneinander drei nach links unten kürzer werdende silberne Orgelpfeifen und hinten eine silberne, leicht nach rechts weisende Ähre.“

Orgelpfeifen und silberne Ähre repräsentieren die Patronin der Pfarrkirche St. Cäcilia, der Vulkankegel in der Spitze im Schildfuß verweist auf die Vulkaneifel, die in Saffig durch Lava und Bims Landschaft wie Industrie prägte.

Bauwerke
Die katholische Pfarrkirche St. Cäcilia entstammt den Plänen des berühmten Barockbaumeister Balthasar Neumann (1739-1742) und seines Schülers Johannes Seiz. Bauherren war der Ortsherr Carl Caspar IV. Franz von der Leyen, der 1711 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, und seine Gemahlin Maria Sophie geborene von Schönborn-Reigelsberg, eine Schwester des damaligen Erzbischofs und Kurfürsten von Trier Franz Georg von Schönborn.
* Schlosspark - gehörte zum Schlossgelände der Familie „Von der Leyen“
* Synagoge - ehemaliges jüdisches Gotteshaus, inzwischen Denkmal
* Brüderkrankenhaus
* Begegnungsstätte mit Grill (Grillhütte), ca. 800 m außerhalb
* Von-der-Leyen-Halle - neu erbaute Mehrzweckhalle

Gewässer
* Burbach (entspringt im Schlosspark und mündet in der Nähe des Freibades in die Nette)
* Nette

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Bau-Steine-Erden-Industrie zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor in der Region. Aus der vorindustriellen „Rauschermühle“ am Nettefluss, einer Ölmühle, wurde eines der ersten Elektrizitätswerke im nördlichen Rheinland-Pfalz (1911/12) und schließlich die heutige Betriebsverwaltung sowie das Ausbildungszentrum der RWE AG.

Die Folgen des Niedergangs der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzenden Bimsindustrie mit bis zu 30 Betrieben ab den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts konnten in Saffig aber auch durch den Ausbau der Psychiatrischen Klinik gemildert werden. Seit 1869 nimmt sich die vom seligen Peter Friedhofen (1819-1860) gegründete Kongregation der „Barmherzige Brüder von Maria Hilf“ behinderter Menschen an.


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