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Ronneburg ist eine Gemeinde in Hessen im Main-Kinzig-Kreis, unweit der Städte Büdingen, Gelnhausen und Hanau.

Die Burg Ronneburg ist durch ihre Lage auf einem steilen Basaltkegel weithin sichtbar und Namensgeber des Ronneburger Hügellandes. Erbaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert.

Ronneburg grenzt im Norden an die Stadt Büdingen (Wetteraukreis), im Osten an die Gemeinde Gründau, im Süden an die Stadt Langenselbold, im Südwesten an die Gemeinde Neuberg sowie im Westen an die Gemeinde Hammersbach.

Ronneburg besteht aus den Ortsteilen Altwiedermus, Neuwiedermuß und Hüttengesäß. Die Einwohnerzahl teilt sich wie folgt: Altwiedermus ca. 750, Neuwiedermuß ca. 650 und Hüttengesäß ca. 2200 Einwohner.

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Das Dorf Hüttengesäß gehörte im 13. Jahrhundert zum Kloster Selbold. Im 15. Jahrhundert wurde es an das Haus Isenburg, im 17. Jahrhundert an Isenburg-Birstein und im 19. Jahrhundert an Kurhessen verkauft. Im dreißigjährigen Krieg fanden starke Plünderung statt. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine starke Auswanderung in die neue Welt.

Das Dorf Wiedermus gehörte wie Hüttengesäß ebenfalls zum Kloster Selbold. Im dreißigjährigen Krieg wurde es komplett zerstört. "Alt"wiedermus wurde danach wieder aufgebaut. Das Dorf Neuwiedermuß entstand erst Anfang des 18. Jahrhunderts als ein Pfälzer (der in Langenselbold wohnte) mit gräflicher Erlaubnis im so genannten "Fuchsgraben" Haus und Scheuer errichten durfte.

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In früheren Zeiten verlief die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen zwischen den Dörfern Altwiedermus und Neuwiedermuß. Altwiedermus befand sich auf Hessischem Gebiet und Neuwiedermuß gehörte zu Preußen. Die "Hessen" schrieben die Endung ...mus grundsätzlich mit einem "s". Selbst im Wetteraukreis war es bis vor kurzem noch üblich den Namen Neuwiedermuß als "Neuwiedermus", eben mit einem einfachen "s" am Ende zu schreiben.

Da Altwiedermus bis zur Gebietsreform zum ehemaligen Kreis Büdingen (jetzt Wetteraukreis) gehörte, wird dieser Ortsnamen weiterhin mit einem "s" am Ende geschrieben währen Neuwiedermuß und Hüttengesäß mit dem "preußischen "ß" geschrieben werden.

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In den Dörfern gibt es einige wenige Sehenswürdigkeiten. In Altwiedermus in der Diebacherstraße befindet sich neben den noch zahlreichen Fachwerkhäusern die ehemalige Synagoge der ehemals jüdischen Gemeinde. In Hüttengesäß befinden sich in der Langstraße ebenfalls noch viele Fachwerkhäuser. In der Kirchstraße befindet sich die in ihren Grundfesten im 12. Jahrhundert erbaute Kirche. Im "Alten Pfarrhaus" residiert der Ronneburger Geschichts- und Heimatverein und unweit davon steht noch ein schöner alter Brunnen.

Erstmals wird die Burg im Jahre 1258 urkundlich erwähnt, da allerdings schon 1231 von einem "Altar in castro Roneburg" die Rede ist, dürfte die staufische Wehranlage schon älter sein. Der frühere Name Raneberg oder auch Roneberg leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort „Rone“ ab, was soviel wie „umgefallener Baum“ bedeutet und auf eine viel ältere mit Palisaden befestigte Anlage hindeutet.

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Ende des 13. Jahrhunderts gelangt die Burg in den Besitz der Freiherren von Ysenburg-Büdingen, anschließend an die Familie von Hohenlohe. Gottfried III. von Hohenlohe-Brauneck verkauft die Burg 1313 an das Erzbistum Mainz. Hier wird das Anwesen ab 1327 an die Ritter von Rockenberg verpfändet, unter deren Einfluss die Burg erweitert wird. 1339 bis 1356 ist die Anlage wieder unter der Verwaltung des Bistums. In dieser Zeit entstehen weitere An- und Umbauten. Ab 1424 wird die Ronneburg erneut verpfändet, diesmal an den Grafen von Hanau.

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1476 überschreibt der Mainzer Erzbischof Diether von Ysenburg die Burg seinem Bruder, dem Grafen Ludwig II. von Ysenburg-Büdingen. Nach dem Tode Ludwigs im Jahr 1511 erschüttert ab 1517 ein Krieg zwischen seinen drei Söhnen um das Erbe das Büdinger Land. 1523 fällt die Burg an Philipp von Ysenburg-Büdingen, er gründet die Linie Ysenburg-Büdingen-Ronneburg, später Ysingen-Ronneburg. Unter dessen Regentschaft erhält die Ronneburg ihre endgültige Form. Nach dem Tode Heinrichs von Ysingen-Ronneburg im Jahr 1601 erlischt die Linie jedoch wieder. Nun beruft sich Wolfgang Ernst I. von Ysenburg-Büdingen auf sein Erbrecht und nimmt die Burg mit Gewalt in seinen Besitz.

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Bei einem Brand werden 1621 große Teile der Burg zerstört. Dreizehn Jahre später fällt die Ronneburg einer Plünderung durch kroatische Truppen zum Opfer.

Den calvinistischen Ysenburg-Büdingern ist es zu verdanken, dass sich ab 1700 protestantische Exilanten auf der Burg niederlassen dürfen. Die Burg wird für einige Zeit zum Zufluchtsort für religiös Verfolgte und „Unbehauste" (Juden und Zigeuner). 1736 zieht dann Graf von Zinzendorf mit seiner Herrnhuter Brüdergemeine ein und macht die Burg zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort. Schon zwei Jahre später ist die Burg jedoch zu klein für die Glaubensbrüder, sie ziehen auf einen nahe gelegenen Hügel und gründen dort die Siedlung Herrnhaag

Ab 1842 wandern viele Bewohner nach Amerika und anderen Ländern aus.

Im Juni 2004 verkauft Fürst Wolfgang Ernst II. von Ysenburg-Büdingen die Ronneburg an Freiherrn Joachim Benedikt von Herman auf Wain, einen Vetter von Fürstin Leonille von Ysenburg-Büdingen (geb. Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg).

Sehenswertes und Aktivitäten rund um die Burg
* Die vom Förderkreis „Freunde der Ronneburg“ organisierten zahlreichen Ritterspiele und Mittelalter-Märkte sind überregional sehr populär.
* Die Burg beherbergt heute ein Burgmuseum, ein Restaurant und eine Falknerei.
* Auf dem Gelände sind Nachbauten von mittelalterlichen Wurf- und Belagerungsmaschinen zu besichtigen.
* Auch ergeben die steilen Seitenhänge des Basaltkegels ein ausgezeichnetes Übungsgelände für Gleitschirmflieger.
* Um die Burg gruppiert sich zudem ein dichtes Netz von markierten Wegen, die das ganze Jahr über zu Wanderungen einladen.
* Auch von den Mountainbikern wird dieses Wegenetz gerne angenommen.
* Eine Jugendbildungsstätte gleichen Namens befindet sich in der unmittelbaren Umgebung.

Besonders zu erwähnen ist der mehr als 90 m tiefe Brunnen der Ronneburg. Trotz der Höhe des Hügels, auf dem die Burg thront, war es so den Bewohnern möglich, Trinkwasser zu erhalten.

Der 30 m hohe Bergfried der Burg kann bestiegen werden und bietet einen Ausblick von einigen Kilometern, bei schönem Wetter sogar bis nach Frankfurt.


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