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Geschichte des Kreisgebietes Kaiserslautern

Der Landkreis Kaiserslautern ist ein Kreis mitten in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Benachbarte Kreise sind der Landkreis Kusel, Donnersbergkreis, Landkreis Bad Dürkheim und der Landkreis Südwestpfalz. Eine kleines Stück des Landkreises in der Ortsgemeinde Brüchmühlbach-Miesau grenzt auch direkt an das Saarland, hier den Saar-Pfalz-Kreis. Die kreisfreie Stadt Kaiserslautern wird fast komplett vom Landkreis umschlossen.

Der Landkreis Kaiserslautern liegt mit rund einem Drittel seiner Fläche im Naturpark Pfälzerwald. Der westliche Teil umfasst die sog. Sickinger Höhe und im Norden hat der Kreis Anteil am Nordpfälzer Bergland. Die Kaiserslauterer Senke schiebt sich als schmale Niederung in einer Breite von 2 bis 4 Kilometer von Osten nach Westen zwischen das südliche Schichtstufenland und das Nordpfälzer Bergland.

Der Kreis Kaiserslautern liegt in der Mitte der Westpfalz. Seine geografischen Koordinaten sind 7° 24' und 8° östl. Länge von Greenwich sowie 49° 18' und 49° 36' nördl. Breite.

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Der Landkreis erstreckt sich von West nach Osten 43 Kilometer, von Norden nach Süden 32 Kilometer. Die höchste Erhebung befindet sich 2 Kilometer südlich von Johanniskreuz, beim Steinberg mit 528 Meter Höhe ü. NN. Die tiefste Stelle des Kreises liegt bei Olsbrücken, wo die Lauter in 205 Meter Höhe ü. NN den Landkreis verlässt.

Der Landkreis Kaiserslautern wurden 1817 vom bayerischen König als Landkommissariat gegründet, 1862 in das Bezirksamt Kaiserslautern überführt und 1939 entstand hieraus der Landkreis Kaiserslautern unter Einbeziehung des aufgelösten Bezirksamtes Landstuhl. Bei der Kreisreform 1969/72 wurden die Grenzen des Landkreises etwas verändert, da zwei Orte aus dem aufgelösten Landkreis Rockenhausen in den Landkreis Kaiserslautern integriert wurden.

Seit 1962 hat der Kreis eine Partnerschaft mit dem Lancaster County, Pennsylvania. Als Teil der Partnerschaft von Rheinland-Pfalz mit Ruanda, hat der Kreis eine Partnerschaft mit dem Kreis Musasa 1983. 2002 begann eine Partnerschaft mit dem Kreis Olesno, Polen. Seit 2003 besteht auch eine Partnerschaft zu Rapla in Estland.

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In der Jungsteinzeit war das Kreisgebiet vermutlich zum ersten Mal dauerhaft besiedelt, wobei sich die Besiedelung auf die Sickinger Höhe konzentrierte. Die übrigen Teile des Kreises wurden von Süden nach Norden mit abnehmenden Intensität besiedelt. In der Römerzeit konnte das gesamte Kreisgebiet besiedelt werden mit einer Siedlungskonzentration in der Kaiserslauterer Senke und dem Landstuhler Bruch. Nach einer Siedlungsleere im 5. und 6. Jahrhundert wurden im Zuge der fränkischen Landnahme zunächst nur die besten Böden besiedelt. Von 221 bekannten Weilern in der Pfalz gingen 85 wieder ein, was auf Gründungen an ungeeigneter Stelle hindeutet.

Wappen
Beschreibung
Unter goldenem Schildhaupt, darin ein wachsender, rot bewehrter schwarzer Adler, in Schwarz durch einen rot bordierten, silbernen, mit einem blauen Fisch belegten Pfahl gespalten: vorne ein rot bewehrter und gekrönter goldener Löwe, hinten fünf silberne Kugeln (Wappen-Genehmigung 14. Dezember 1959)

Bedeutung
Der Adler betont das Reichsland und den Reichswald um den Königshof und die Königspfalz Lautern, der Löwe steht für die Pfalz, welche 1357 die Herrschaft über Kaiserslautern erhielt. Die Kugeln symbolisieren die Herren von Sickingen, die Gebietsteile im Kreis besaßen und der Fisch ist dem Wappen Kaiserslautern entnommen. Er ist das Wappen der Herren von Lautern.

Die Kaiserslauterer Senke ist seit dem Altertum eine Hauptverkehrslandschaft, über die der lothringische Raum mit dem nördlichen Oberrheingebiet verbunden ist. Durch sie verlief eine Römerstraße, die Kaiserstraße, heute Eisenbahn und Autobahn.

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 6 (Saarbrücken - Ludwigshafen) sowie die A 63 (Kaiserslautern - Mainz) und die A 62 (Pirmasens - Kusel). Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 39, B 48 und B 270.

Der Aufbau des Schienennetzes im Raum Kaiserslautern begann 1845 mit dem Bau der Ludwigsbahn. Diese Linie erhielt bald nach ihrer Fertigstellung Anschluss an die linksrheinische Nord-Südtrasse und über Saarbrücken an das französische Netz. Von der Ludwigsbahn aus wurden Nebenbahnen und Verbindungsstrecken zu anderen Hauptlinien angelegt. Diese verlaufen meist in nord-südlicher Richtung und führen der Ost-West-Trasse weiteren Verkehr zu.

Im 20. Jahrhundert wurden nur noch wenige Bahnen gebaut. Die Bahn verlor auch ihre dominierende Rolle im Personen- und Güterverkehr. Die Lage an der Bahnlinie ist heute für eine Gemeinde nicht mehr so ausschlaggebend wie im 19. Jahrhundert als sich oft schon Gewerbebetriebe an den projektierten Bahnhofsplätzen ansiedelteten, bevor noch mit dem Bahnbau begonnen wurde. Nach und nach werden unrentable Nebenstrecken stillgelegt oder zumindest die die Personenbeförderung eingestellt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im Gebiet des Landstuhler Bruches bei Ramstein der US-amerikanische Flugstützpunkt Ramstein Air Base, einer der wichtigsten Flugbasen der NATO. Die Mehrzahl der Gemeinden des Kreises liegen unter der Einflugschneise.

Der Landkreis ist zwar Quellgebiet zahlreicher starker Bäche, hat jedoch keinen schiffbaren Wasserweg. Das Projekt eines Saar-Pfalz-Kanals, mit dem die Saar und der Industrieraum an Rhein und Neckar verbunden werden sollte, wurde nicht verwirklicht.

Das Kreisgebiet durchziehen mehrere Pipelines für Erdgas der Saar Ferngas Transport GmbH sowie die NATO-Pipeline Zweibrücken-Fürfeld mit Anschluß an der Ramstein Air Base.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Landkreis Kaiserslautern aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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