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Öhringen ist eine Stadt im Nordosten des Landes Baden-Württemberg, etwa 25 km östlich von Heilbronn gelegen. Nach ersten Besiedlungen in geschichtlicher Zeit unter den Römern entwickelte sich die am Limes gelegene Stadt ab dem 11. Jahrhundert, insbesondere mit der Stiftung eines Chorherrenstifts, zur Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe.

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Erstmals erwähnt wurde die Stadt im auf das Jahr 1037 datierten Öhringer Stiftungsbrief als Oringowe. Nach dem Übergang zu Württemberg 1806 wurde die Stadt zur Oberamtsstadt, 1938 zum Sitz des Landkreises Öhringen und blieb bis zur Gründung des Hohenlohekreises 1973 Kreisstadt.

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Mit ihren rund 22.700 Einwohnern (Stand: 2006) ist Öhringen die größte Stadt des Hohenlohekreises und seit 1994 dessen einzige Große Kreisstadt. Für die umliegenden Gemeinden ist sie Mittelzentrum.

Öhringen liegt im westlichen, tiefer gelegenen Teil der Hohenloher Ebene, zwischen der Keuperstufe der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge und dem Kochertal.

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Die Stadt breitet sich über das flache Tal der Ohrn aus, eines kleinen Flusses, der etwa 10 km talwärts im Stadtteil Ohrnberg in den Kocher mündet.

Das Stadtgebiet liegt zwischen 168 m ü. NN, im Kochertal an der Kreisgrenze bei Möglingen, und 486 m ü. NN, schon oben im Mainhardter Wald auf der Karlsfurter Ebene, die eben noch zum Stadtteil Michelbach gehört.

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Die Höhe in der Kernstadt selbst schwankt zwischen 215 m ü. NN und 280 m ü. NN.

Das Öhringer Gebiet entwässert zum Kocher, der zwischen Ohrnberg und Sindringen in die Markung eintritt, etwa 3 km flussaufwärts von Ohrnberg. Er verlässt die Gemarkung und das Kreisgebiet nach 6 km westlich des Stadtteils Möglingen.

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Die Ohrn hat eine breite, ebene Talsohle im Nordwesten der Stadt und bei Möhrig geschaffen.

Ab Unterohrn verläuft die Ohrn bis zur Einmündung in den Kocher in den harten Schichten des Muschelkalks und hat dort ein tief eingeschnittenes Tal geschaffen.

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Dieser Abschnitt des Flusslaufs wurde als Ohrntal 1963 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Der Maßholderbach und der Westernbach, die nordwestlich der Kernstadt in die Ohrn münden, bilden im nordöstlichen Teil der Gemarkung ebenfalls flache Talmulden.

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Naturräumlich betrachtet ist die Hohenloher Ebene ein Teil des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes und gehört zur Triaslandschaft.

Sie ist eine der sich in einem Band mit wechselnder Breite vom südöstlichen Rand des Schwarzwalds über die Fränkische Gäubucht bis ins Fränkische im Norden erstreckenden Gäuflächen und geht in Norden und Osten ins Bauland, den Taubergrund und die Haller Ebene über.

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Die Hohenloher Ebene selbst umfasst das Gebiet um Kocher und Jagst bis zum Fuß der Keuperwaldberge und ist ein waldarmes und fruchtbares altes Bauernland.

Den Untergrund bilden die Schichten des Muschelkalks, die auf weiten Flächen von Schichten des Lettenkeupers und teilweise von Lösslehm bedeckt sind.

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Ins meist harte Gestein des Muschelkalks haben sich Tauber, Kocher und Jagst mit ihren vielen Zuflüssen eingeschnitten und dabei enge, abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Talabschnitte geschaffen. Die Gäufläche wird im Süden halbkreisförmig von den Wäldern der Löwensteiner, Waldenburger und Limpurger Berge eingerahmt und überragt.

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Urheber: Jörg Bussmann,
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Dieser Keuperstufenrand überragt die Hohenloher Ebene um etwa 130 Meter, bei Waldenburg sogar bis 180 Meter. Die Stufenbildner sind hier vor allem Schilf-, Kiesel- und Stubensandstein, die wegen ihrer Staunässe wenig beackert, sondern vor allem bewaldet sind. Durch fluviale Erosion wurde der Rand der Keuperwaldberge im Lauf der Zeit in mehrere Abschnitte mit spornartigen Vorsprüngen gegliedert. An einigen Stellen wurden Einzelberge als Zeugenberge abgetrennt, bei Öhringen der Golberg (325 m ü. NN), der Verrenberg (205 m ü. NN) und der Lindelberg (334 m ü. NN).

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Die Landschaft um Öhringen hat so an zwei wichtigen Elementen des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes Anteil, an den Gäuplatten und an den Keuperwaldbergen.

Der Muschelkalk im Untergrundes der Hohenloher und Haller Ebene ist weithin verkarstet, was sich an mehr als 2.000 Erdfällen, zahlreichen Trockentälern und einigen Höhlensystemen zeigt. In mehreren Steinbrüchen wird das Muschelkalkgestein abgebaut und meist zu Schotter gebrochen, auch im Stadtgebiet von Öhringen (bei Unterohrn).

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Dem Muschelkalk lagert jedoch in wenig wasserdurchlässiger Schicht noch Lettenkeuper auf, der ein schnelles Versickern der Niederschläge im Muschelkalk verhindert. Da überdies auf dem Lettenkeuper oft noch Löss- und Lösslehmschichten liegen, entstanden mineralreiche, ackerbaulich leicht zu bearbeitende Böden mit ausreichender Durchfeuchtung.

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Das Umland von Öhringen ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Neben dem Anbau von Getreide, Zuckerrüben, Kraut, Mais und Raps geben Streuobstwiesen und Weinberge der Landschaft weithin ihr typisches Gepräge.

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Hohenlohe ist Teil der warmgemäßigten mitteleuropäischen Klimazone mit noch überwiegend maritimer Prägung.

Die auf kleiner Skala wechselnde Topographie, insbesondere zwischen Tal- und Höhenlagen, bewirkt auch von Ort zu Ort stark variierendes Klima.

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Das Lokalklima Öhringens vermittelt zwischen dem milderen des Neckarbeckens, dem etwas raueren der Hohenloher Ebene und dem Mittelgebirgsklima, das in den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen vorherrscht.

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Urheber: Oliver Hess,
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Öhringen hat eine mittlere Jahrestemperatur von 8,7° C. Die Monatsmittel der Monate Januar und Juli liegen auf den Keuperhöhen um etwa ein bis zwei Grad niedriger. Diese Temperaturunterschiede werden besonders im Winter deutlich, wenn auf den Höhen noch Schnee liegt, er jedoch in der Ebene schon längst weggetaut ist. Die mittlere Jahresniederschlagssumme liegt in Öhringen bei 734 mm, in den höher gelegenen Gebieten der Keuperwaldberge fallen bis zu 1000 mm und teilweise darüber. Der Frühlingseinzug mit dem Beginn der Apfelblüte liegt in Öhringen um den 4. Mai, weiter östlich später, weiter westlich früher.

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Urheber: Oliver Hess,
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Folgende Städte und Gemeinden grenzen – im Uhrzeigersinn (beginnend im Norden) genannt – an die Stadt Öhringen: Forchtenberg, Zweiflingen, Neuenstein, Waldenburg, Pfedelbach und Bretzfeld (alle Hohenlohekreis) sowie Langenbrettach und Hardthausen am Kocher (beide Landkreis Heilbronn). Zusammen mit Pfedelbach und Zweiflingen bildet Öhringen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Die erfüllende Gemeinde Öhringen berät und unterstützt dabei die beiden anderen Gemeinden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und erledigt für diese Gemeinden technische sowie Angelegenheiten des Hoch- und Tiefbaus und die Unterhaltung und den Ausbau der Gewässer zweiter Ordnung.

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Öhringen Jörg Bussmann
Urheber: Jörg Bussmann,
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Das Stadtgebiet Öhringens besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Baumerlenbach, Büttelbronn, Cappel, Eckartsweiler, Michelbach am Wald, Möglingen, Ohrnberg, Schwöllbronn und Verrenberg, die erst im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliedert wurden.

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Öhringen ist ein Mittelzentrum der Region Heilbronn-Franken, in der die Stadt Heilbronn als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Öhringen gehören neben der Stadt Öhringen noch die Städte und Gemeinden Bretzfeld, Neuenstein, Pfedelbach, Waldenburg und Zweiflingen (alle Hohenlohekreis).

Alle eingemeindeten Gemeinden gehörten zum Landkreis Öhringen oder ab 1973 zu dessen Rechtsnachfolger, dem Hohenlohekreis. Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg mit einem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem.

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Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung der Ortschaft gewählt und sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Jede Ortschaft hat eine örtliche Verwaltungsstelle der Stadtverwaltung.

An mehreren Stellen im Weichbild der Stadt Öhringen konnten Spuren der Bandkeramiker, einer der ältesten jungsteinzeitlichen Gruppen, entdeckt werden. Weitere Funde belegen eine vergleichsweise dichte Besiedlung des Gebiets während der frühen Jungsteinzeit.

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Öhringen Jörg Bussmann
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Siedlungen wurden vermutlich auf den Zeugenbergen in und um Öhringen errichtet. Der Golberg gilt als der östlichste Fundort der Michelsberger Kultur. Für Besiedlungen in der Bronze- und Eisenzeit finden sich in und um Öhringen nur sehr wenige Belege.

Um 155 n. Chr. entstanden zwei Kastelle am römischen Limes.

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Etwa tausend Legionäre waren dort untergebracht. Der militärisch und wirtschaftlich bedeutende Ort wurde nach dem römischen Kaiser Mark Aurel vicus aurelianus benannt.

Die Alamannenüberfälle der Jahre 259 und 260 n. Chr. führten zum Fall des Limes und zum Untergang des römischen Öhringen. Für eine alamannische Siedlung in Öhringen gibt es keinen archäologischen Beweis. Von der römischen Zeit bis zum Frühmittelalter scheint es fast keine Siedlungskontinuität im Öhringer Gebiet zu geben, abgesehen von einem Grab aus dem 7. Jahrhundert.

Im Öhringer Stiftungsbrief, datiert auf das Jahr 1037, wurde die namengebende Stadt erstmals als Oringowe (Gau an der Ohrn) erwähnt, später wurde der Ort als Orngau und ab 1472 mit Ö(h)ringen bezeichnet. Als erster Siedlungsort wird der Bereich beim Kirchbrunnen angenommen, eine weitere Siedlung wird in der Altstadt vermutet.

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Der Stiftungsbrief beurkundet die Gründung eines Chorherrenstifts des Regensburger Bischofs Gebhard III. von Hohenlohe an der Pfarrkirche in der „villa oringowe“. Möglicherweise geht die Ortschaft auf merowingische Wurzeln zurück. Der Besitz Öhringen ging vom Bistum Regensburg an die adlige Familie Hohenlohe über.

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Im Vertrag von 1253, dem Öhringer Weistum, sind Einzelheiten über die städtischen (Besitz-)Verhältnisse festgehalten. Es entstand ein städtisches Patriziat, wobei benachbarte adlige Herrschaften, wie die von Berlichingen, Grundbesitz und daran hängende -rechte ausübten. Die Hohenlohe gründeten 1353 ein Spital in der Stadt.

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Im Bauernkrieg zogen 1525 rund 1.500 Bauern nach Öhringen, um die Forderungen der dortigen Bauern zu unterstützen. Der Neuensteiner Wendel Hipler wurde zum politischen Führer der Bauern und leitete im Mai als Bauernkanzler das Bauernparlament in Heilbronn. Nach dem Augsburger Religionsfrieden verordneten die Landesherren ihren Gemeinden die Kirchenreform – auch in Öhringen.

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1556 erfolgte die Reform des Stifts, seine Verwaltung übernahmen die Landesherren, was faktisch einer Auflösung des Chorherrenstifts gleichkam. Während des Dreißigjährigen Kriegs litt Öhringen besonders unter Hungersnöten, die mit der Pest von 1625 in Zusammenhang standen.

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Vom 13. bis 18. September 1634 wurde Öhringen, wie zahlreiche Nachbarorte, geplündert, und noch gegen Ende des Krieges musste die Stadt 1645 bis 1646 das Hauptquartier des Erzherzogs Leopold Wilhelm und des Generals Gallas unterhalten, während deren Truppen gegen die Schweden kämpften.

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1677 wurde Öhringen Residenz des Grafen Johann Friedrich I. von Hohenlohe. Mit der Erhebung zur Residenz erfuhr Öhringen einen baulichen Aufschwung, zog aber auch Luxuswaren und entsprechende Handwerke an. Das Schloss wurde ausgebaut und erweitert, ein Theaterbau erstellt und Ende des 18. Jahrhunderts entstand die so genannte Karlsvorstadt.

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1698 erbte die Familie Hohenlohe die Linie Hohenlohe-Neuenstein. Die Erhebung Graf Johann Friedrichs II. zum Fürsten zu Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen durch Kaiser Franz I. im Jahr 1764 war nicht nur für das Fürstenhaus von Bedeutung, sondern auch für die Entwicklung Öhringens als Residenzstadt, die um 1800 die größte der 17 hohenlohischen Städte war.

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Sie hatte rund 3.000 Einwohner und war in einem ausgedehnten bäuerlichen Umland auch Mittelpunkt des ländlichen Handwerks und des Handels.

Als Folge des Rheinbundes erfolgte in Öhringen am 13. September 1806 die Eingliederung der Hohenloher Fürstentümer in das Königreich Württemberg.

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Mit der Einverleibung Hohenlohes wurden württembergisches Recht, württembergische Maße und Gewichte, Steuern und Strafen eingeführt. Öhringen wurde Oberamtsstadt.

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Sie blieb bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Handwerker- und Händlerstadt. Bis 1862 war das Handwerk in Zünften organisiert, wobei diese an Beschränkungen des Zugangs und der Kapazität sowie weiteren Regelungen festhielten.

Die Zeit als Oberamtsstadt und damit die Zugehörigkeit zu einem Flächenstaat brachte für die Stadt wichtige infrastrukturelle Fortschritte:

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1850 wurde die Fernstraße nach Schwäbisch Hall zur Chaussee ausgebaut, 1862 eröffneten die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen die Kocherbahn Heilbronn–Hall, die Öhringen an das Eisenbahnnetz anschloss. 

Am 5. Mai 1933 wurde der alte Gemeinderat aufgelöst und durch zwölf Stadträte ersetzt, die nicht direkt gewählt, sondern nach den Ergebnissen der Reichstagswahl im März 1933 in dieses Gremium berufen worden waren.

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Im 16. Jahrhundert setzte sich der Schlüssel als weiteres Siegelbild durch. Petrusfigur und Schlüssel wurden beide bis 1954 verwendet; seitdem wird nur der Schlüssel verwendet. Die Farben rot und weiß sind die Farben der Hohenloher, denen die Stadt viele Jahrhunderte als eine ihrer Residenzen diente.

Acht der neuen Ratsherren stellte die NSDAP und zwei der mit ihr liierte Kampfbund Schwarz-Weiß-Rot. Dieses Bündnis hatte in Öhringen bei der Reichstagswahl 67 Prozent der Stimmen erhalten.

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Im Laufe der Zeit wurden Turn- und Sportvereine aufgelöst und zur TSG zusammengefasst, aus Männergesangverein und Liederkranz entstand der Sängerbund. Jüdische Mitbürger wurden aus den Vereinen und dem bürgerlichen Leben gedrängt, ihre Geschäfte boykottiert. 1933 zählte Öhringen etwa 160 Juden. Die meisten konnten rechtzeitig auswandern, etwa 40 blieben und fielen dem Holocaust zum Opfer.  

Auswärtige Kommandos haben 1933 Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten wahllos aufgegriffen, durch die Stadt getrieben und misshandelt, 1938 die Synagoge verwüstet. Viele Häuser wurden in den letzten Tagen und Wochen des Zweiten Weltkriegs zerstört oder beschädigt. Am 13. April 1945 erreichten amerikanische Truppen Öhringen und besetzten die Stadt.

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Aus dem Oberamt Öhringen war 1938 der Landkreis Öhringen mit Öhringen als Kreisstadt hervorgegangen. Dieser bestand bis zur Kreisreform 1973, als er mit dem Landkreis Künzelsau im Hohenlohekreis aufging.

Von 1972 bis 1975 wurden im Rahmen der baden-württembergischen Gemeindereform neun Umlandgemeinden, die heutigen Öhringer Teilorte, eingemeindet, nachdem die Neubildung einer großen Stadt Öhringen gescheitert war.

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Im Jahr 1993 überschritt die Einwohnerzahl Öhringens die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, der von der Landesregierung von Baden-Württemberg mit Wirkung vom 1. Juli 1994 genehmigt wurde.

Die evangelische Kirchengemeinde der Stadt Öhringen gehörte ursprünglich zum Bistum Würzburg und war dem Archidiakonat Weinsberg zugeordnet.

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1556 wurde durch die Herren von Hohenlohe die Reformation eingeführt; die Stadt wurde Sitz eines Generalkonsistoriums für die Grafschaft Hohenlohe. Danach war Öhringen über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Pfarrkirche der evangelischen Kirchengemeinde ist die Öhringer Stiftskirche, die sich im Besitz des Landes Baden-Württemberg befindet.

Mit der Reformation erlosch das katholische Leben in Öhringen um 1581. Ab 1867 fanden gelegentlich wieder Gottesdienste statt.

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Betreut wurden die Öhringer Katholiken als „Filial“ von Pfedelbach aus. 1951 wurde die selbstständige Stadtpfarrverweserei Öhringen errichtet. Erster Seelsorger war Pfarrer Gottfried Leuz. Am 1. Januar 1957 wurde Öhringens Stadtpfarrei errichtet, im Jahr 1961 wurde die St.-Josephs-Kirche geweiht.

In Öhringen gibt es eine evangelisch-methodistische Kirchengemeinde. Die ersten Methodistenprediger kamen 1852 nach Öhringen. Zuerst wurde die Arbeit der Prediger von Heilbronn aus geleitet, ab 1868 wurde ein Hilfsprediger in Öhringen stationiert.

1874 wurde die junge Gemeinde selbstständiger Bezirk, bereits zwei Jahre zuvor konnte ein eigenes Gebäude erworben werden. Die erste Kapelle wurde 1877 eingeweiht. Im Erdgeschoss des Neubaus befand sich ein Festsaal, im Obergeschoss eine Wohnung für den Prediger.

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In den 1960er Jahren verkaufte die Gemeinde das Gebäude an die benachbarte Post und erbaute eine Christuskirche am Pfaffenmühlweg (ab 1965). Sie wurde am 30. Januar 1966 eingeweiht und 2005 zusammen mit dem Gemeindezentrum renoviert.

Eine neuapostolische Kirchengemeinde gibt es seit 1906 in Öhringen. Sie hat ein eigenes Kirchengebäude, das im Jahr 1928 an der Hohenlohestraße errichtet und eingeweiht wurde. Die Kirchengemeinde gehört zum neuapostolischen Kirchenbezirk Künzelsau. Sie hat 240 Mitglieder (Stand: 2006).

Der Türkisch-Islamische Kulturverein baute von 1997 bis 2004 im Industriegebiet Im Sichert für die Muslime in Öhringen und Umgebung eine Moschee (Akşemseddin Camii).

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Weitere in Öhringen vertretene Konfessionen und Religionen sind unter anderen die Süddeutsche Gemeinschaft, die Zeugen Jehovas mit einem eigenem Königreichssaal und die Freie Christengemeinde Philadelphia (zugehörig zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden).

Eine jüdische Gemeinde in Öhringen bestand zunächst im Mittelalter. Sie wurde durch die Judenverfolgungen der Jahre 1298 und 1349 zerstört. Durch den Zuzug von Juden aus der Umgebung konnte 1889 eine neue Gemeinde gegründet werden, die zeitweise bis zu 180 Mitglieder hatte. Im Jahr 1933 lebten 163 jüdische Personen in der Stadt. Viele von ihnen wurden in der NS-Zeit ermordet.

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Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Öhringer Wappens lautet: In von Rot und Silber schräg geteiltem Schild ein schräglinker Schlüssel in verwechselten Farben, mit dem Bart nach oben links weisend. Die Flagge der Stadt ist Rot-Weiß. Der Schlüssel ist das Attribut des Heiligen Petrus, des Patrons der Öhringer Stiftskirche.

Im 14. Jahrhundert war in den Siegeln Öhringens noch der ganze Heilige (mit Schlüssel und Buch) abgebildet, flankiert von zwei Ohren als Hinweis auf den Stadtnamen. Im 16. Jahrhundert setzte sich der Schlüssel als weiteres Siegelbild durch. Petrusfigur und Schlüssel wurden beide bis 1954 verwendet; seitdem wird nur der Schlüssel verwendet. Die Farben rot und weiß sind die Farben der Hohenloher, denen die Stadt viele Jahrhunderte als eine ihrer Residenzen diente

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Städtepartnerschaften

Öhringen unterhält seit 1993 eine Städtefreundschaft mit der Stadt Großenhain in Sachsen. Eine Städtepartnerschaft besteht seit 1995 mit der Marktgemeinde Treffen im Bundesland Kärnten (Österreich). Freundschaftliche Beziehungen bestanden bereits seit 1985 zwischen den Feuerwehren von Treffen und Cappel.

Eine weitere Städtepartnerschaft mit dem Stadtteil Wickersley der Stadt Rotherham in Nordengland (Vereinigtes Königreich), die auf freundschaftliche Beziehungen auf sportlicher Ebene seit 1981 zurückging, bestand seit 1996. Auf Wunsch Wickersleys wurde diese Partnerschaft im Juni 2009 beendet.

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Wirtschaft und Infrastruktur

Beschäftigung

Von den 22.766 Öhringer Einwohnern waren 2007 nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 568 arbeitslos, was einem Anteil von 3,8 % der 15- bis 65-Jährigen entspricht. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren 8347 Einwohner, davon arbeiteten 4.737 (etwa 57 %) als Berufsauspendler außerhalb Öhringens; ihnen standen 5.361 Berufseinpendler gegenüber, so dass in Öhringen 8.971 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiteten.

Von diesen waren 46,2 % im Produzierenden Gewerbe tätig, 22,3 % im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr und 30,6 % im Bereich Sonstige Dienstleistungen. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen die Selbstständigen.

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Vekehr

Die Stadt Öhringen ist über die Anschlussstelle Öhringen an der Bundesautobahn 6 unmittelbar an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Mehrere Landes- und Kreisstraßen durchqueren die Stadt und führen nach Künzelsau, Schwäbisch Hall, Heilbronn, ins Kochertal und in den Mainhardter Wald.

Öhringen Hbf liegt an der 1862 bis 1867 eröffneten Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim von Heilbronn nach Crailsheim. Die Strecke wird von Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn bedient. Seit Mitte Dezember 2005 fährt auf dieser Strecke die Stadtbahnlinie S4 nach Heilbronn und Karlsruhe.

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Der Abschnitt Heilbronn–Öhringen-Cappel wird gemeinsam von der S 4 der Stadtbahn Karlsruhe (bzw. Stadtbahn Heilbronn) befahren. Die Regionalexpresslinie Heilbronn–Crailsheim wird von Züge der DB Regio befahren. Die Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim wurde 2003 bis 2005 modernisiert und mit einer Oberleitung bis Öhringen-Cappel ausgestattet.

Es ist geplant, möglicherweise die Oberleitung bis Waldenburg zu verlängern. Neben der Endhaltestelle Cappel wurde die Haltestelle Öhringen-West neu gebaut, die Haltestelle Am Römerwall soll gebaut werden. Eine ursprünglich geplante Haltestelle in Verrenberg wurde nicht verwirklicht. Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen mehrere Buslinien des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs, in den die Stadtbahn integriert ist.

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Die Stadtteile Ohrnberg und Möglingen liegen an der ehemaligen Unteren Kochertalbahn von Bad Friedrichshall-Jagstfeld nach Ohrnberg und hatten jeweils einen eigenen Bahnhof. Das Teilstück Neuenstadt–Ohrnberg wurde 1913 eingeweiht, der Bahnbetrieb auf der kompletten Strecke wurde 1993 eingestellt. Die abgebaute Schienenstrecke von Kochersteinsfeld nach Ohrnberg wird heute als Radweg genutzt (Abschnitt des Kocher-Jagst-Radwegs).

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Durch das Stadtgebiet führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Medien

Aus Öhringen und dem Hohenlohekreis berichtet seit 1947 die Hohenloher Zeitung. Einer ihrer Vorgänger war das Privilegierte Oehringer Wochenblatt, das zum ersten Mal vor 1800 erschien.

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Ab 1805 wurde es zum Fürstlich Hohenlohischen Gemeinschaftlich-privilegierten Intelligenz-Blatt und diente als Amtsblatt für alle Linien des Fürstenhauses. Im Jahr 1841 wurde aus dem Intelligenz-Blatt der Hohenloher Bote, der drei Mal pro Woche erschien, im 20. Jahrhundert täglich.

Die letzte Ausgabe erschien am 31. Oktober 1934 (im 151. Jahrgang). Als Konkurrent zum Hohenloher Boten erschien von 1924 bis 1933 die Hohenloher Tageszeitung mit dem Kopfblatt Neuenstädter Tageszeitung.

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Diese Zeitung wurde ab 1932 durch die zuerst in Weinsberg gedruckte NS-Zeitung Hohenloher Rundschau verdrängt, die von 1933 bis 1945 in Öhringen im Lohnverfahren gedruckt wurde. Nach dem Krieg erschien ab 1946 die Heilbronner Stimme mit einem Nachrichtenteil für den Landkreis Öhringen. Seit dem 18. Januar 1947 erscheint die Hohenloher Zeitung (HZ), eine Lokalausgabe der Heilbronner Stimme. Lokalredaktionen der HZ befinden sich in Öhringen und Künzelsau.

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Ein Amtsblatt erscheint in Öhringen nicht, die amtlichen Bekanntmachungen der Stadt werden in der Hohenloher Zeitung veröffentlicht.

Als kostenlose Anzeigenblätter werden das echo (mittwochs und sonntags, aus der Verlagsgruppe der Heilbronner Stimme) und der KreisKurier (mittwochs, aus dem Zeitungsverlag Schwäbisch Hall, in dem das Haller Tagblatt erscheint) verteilt. Seit 1998 erscheint monatlich das kostenlose Stadtmagazin der ÖHRINGER. Daneben erscheinen das monatliche Anzeigenmagazin Hohenlohe Trends und das Stadtmagazin Moritz.

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Regelmäßig berichtet im Radio das SWR4 Frankenradio des Südwestrundfunk-Studios Heilbronn über Öhringen sowie der Heilbronner Privatsender Radio Ton.

Gericht, Behörden und öffentliche Einrichtungen

In Öhringen besteht ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heilbronn und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Ferner gibt es ein Notariat und ein Polizeirevier.

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Das Finanzamt Öhringen ist zuständig für den gesamten Hohenlohekreis. Das Landratsamt des Hohenlohekreises hat verschiedene Außenstellen in Öhringen (Allgemeine Jugendhilfe, Landwirtschaftsamt, Gesundheitsamt, Kreismedienzentrum, Kfz-Zulassungsstelle, Wirtschaftskontrolldienst).

Krankenhaus Öhringen

Die Regionale Gesundheitsholding Heilbronn-Franken GmbH (Gesellschafter: Stadtkreis Heilbronn, Landkreis Heilbronn und Hohenlohekreis) ist zusammen mit dem Hohenlohekreis Gesellschafter der Hohenloher Krankenhaus gGmbH. Diese betreibt neben dem Krankenhaus in Künzelsau das Öhringer Krankenhaus mit 180 Betten. Ein Schwerpunkt des Öhringer Krankenhauses ist die Gynäkologie/Geburtshilfe. Neben dem Krankenhaus betreibt die Hohenloher Krankenhaus gGmbH in Öhringen eine Geriatrische Rehabilitationsklinik (20 Betten) sowie ein Altenheim mit 98 vollstationären Plätzen.

Feuerwehr Öhringen

Die Freiwillige Feuerwehr Öhringen besteht aus drei Zügen zu jeweils zwei oder drei Gruppen und hat eine Mannschaftsstärke von insgesamt 300 Mann. Sie ist eine von drei Stützpunktfeuerwehren im Hohenlohekreis mit insgesamt 15 Fahrzeugen. Diese bilden den Lösch-, Hilfeleistungs- und Gefahrgutzug, die für die Stadt Öhringen und einen Autobahnabschnitt auf der A 6, bei größeren Schadenslagen für den Altkreis Öhringen zuständig sind. Der Gefahrgutzug deckt den gesamten Hohenlohekreis ab. Sechs weitere Fahrzeuge sind auf die Abteilungen Baumerlenbach, Büttelbronn, Cappel, Eckartsweiler, Michelbach, Möglingen, Ohrnberg, Schwöllbronn, Unterohrn und Verrenberg verteilt.

Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr 1848, die Stadt erließ 1853 die erste Feuerwehrsatzung. Erster Standort war das Leiterhaus am Hafenmarkt. Die Alarmierung erfolgte durch die Feuerglocke auf dem Blasturm für Brände in der Stadt, bei Bränden außerhalb wurden die Feuerwehrmänner durch das Feuerhorn des Türmers alarmiert. Um 1900 wurde eine Pflichtfeuerwehr eingeführt, da Freiwillige für den Dienst fehlten. Wenige Jahre später erfolgte eine Rückkehr zur Freiwilligen Feuerwehr. Die erste Motorspritze mit einer Pumpleistung von 1.500 Litern in der Minute erhielt die Feuerwehr im Jahr 1922. Sie war im Feuerwehrhaus am Bahnhof untergebracht, das 1928 um einen 16 Meter hohen Steigerturm erweitert wurde. Einen ihrer größten Einsätze hatte die Feuerwehr beim Altstadtbrand vom 17. Juli 1963. Hierbei brannten vier Wohnhäuser ganz nieder, und 15 Wohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das alte Feuerwehrhaus war in der Zwischenzeit viel zu klein geworden. So wurde Anfang der 1970er Jahre eine neue Feuerwache am Pfaffenmühlweg errichtet, die 1972 eingeweiht wurde. Im Gebäude befindet sich außerdem ein zentrales Heizwerk für städtische Gebäude. Die Feuerwache wurde 1989 erweitert und bietet Platz für 18 Feuerwehrfahrzeuge.


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