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Kreisgebiet Hildesheim - Informationen - Unternehmen

Hildesheim ist eine Stadt im Süden des Bundeslandes Niedersachsen. Die große selbständige Stadt, Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises ist eines der 8 Oberzentren des Landes. Bis 1974 war sie eine kreisfreie Stadt. Nächstgrößere Städte sind Hannover, ca. 30 km nordwestlich und Braunschweig, ca. 40 km nordöstlich von Hildesheim. Die Stadt ist katholischer Bischofssitz (Bistum Hildesheim) und Universitätsstadt. Einzigartig ist der Hildesheimer Silberfund von 1868. Es wird von verschiedenen Historikern angenommen, dass es sich dabei um ein Relikt der Varusschlacht aus dem Jahre 9 n. Chr handelt.

Die Einwohnerzahl der Stadt Hildesheim überschritt 1974 durch Eingemeindung mehrerer Nachbargemeinden die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Mit ihren heutigen rund 103.000 Einwohnern ist sie die kleinste Großstadt des Landes Niedersachsen.

Hildesheim liegt an der Grenze des Innersteberglandes und der Hildesheimer Börde, überwiegend am rechten Ufer des Flusses Innerste, einem Nebenfluss der Leine. Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Hildesheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Hildesheim: Harsum, Schellerten, Bad Salzdetfurth, Diekholzen, Despetal und Betheln (Samtgemeinde Gronau (Leine)), Nordstemmen und Giesen. Das Stadtgebiet Hildesheims gliedert sich in 19 Stadtbezirke bzw. Stadtteile. 8 Stadtteile bilden jeweils eine eigene Ortschaft, zwei weitere Stadtteile bilden zusammen eine gemeinsame Ortschaft im Sinne der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO).

Jede Ortschaft hat einen Ortsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 7 und 11 Mitglieder hat. Dem Ortsrat steht ein Ortsbürgermeister vor. Die Ortsräte werden von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt und sind in ihrem Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten zu hören. Darüber hinaus gibt es für die Ortschaft Marienburg einen Ortsvorsteher als Ansprechpartner vor Ort. An der Stelle, wo der uralte West-Ost-Handelsweg Hellweg (heute etwa Bundesstraße 1) die Innerste querte, bestand vermutlich schon in vorfränkischer Zeit eine Siedlung und ein Heiligtum.

Nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen wurde im Rahmen der Christianisierung im Jahre 815 das Bistum Hildesheim gegründet und unter Bischof Altfrid der erste Dom errichtet. Bischof Bernward baute den Bereich um 1000 zu einer massiven Domburg aus. Im Zuge der stadtgeschichtlichen Entwicklung wurde die sich dort bildende Handwerker-, Händler- und Bürgerstadt Hildesheim in den folgenden Jahrhunderten zu einem bedeutenden Gemeinwesen. Neben der Altstadt im Bereich der St.-Andreas-Kirche entstanden Ende des 12. Jahrhunderts im Jahre 1196 die so genannte Dammstadt, eine Gründung vom Moritzkloster aus, und dann im 13. Jahrhundert (laut Gründungsurkunde im Jahre 1220) eine dompröpstliche Neustadt – beides im Gegensatz zur Altstadt planmäßige Gründungen bzw. Ansiedlungen, deren Regelmäßigkeit man verglichen mit der Altstadt noch heute im Straßenbild erkennen kann.

Während sich die Altstädter der wirtschaftlichen Konkurrenz im Westen (Dammstadt) in der Weihnachtsnacht 1332 gewaltsam entledigten, vereinigten sich nach langen, oft ebenfalls durch Konflikte geprägten Jahrhunderten Alt- und Neustadt erst 1583 zu "einer" Stadt – zumindest optisch (Niederlegung der trennenden Mauern), denn noch bis 1803 behielt die Neustadt de iure ihren eigenen Magistrat. Bereits um 1300 hatte der Bischof seine Macht über die Stadt de facto abgeben müssen, da sich die Bürger ein eigenes Stadtrecht samt eigenem Siegel gaben. Zu diesem Zeitpunkt war die topographische Entwicklung der Stadt bereits abgeschlossen, ihre Grenzen abgesteckt und im wesentlichen befestigt. Es folgten zwei Jahrhunderte wechselhafter Beziehungen zwischen dem rechtmäßigen Stadtherren, dem Bischof, und seinen sich immer weiter emanzipierenden Untertanen, den Bürgern und ihrem Rat. 1367 trat Hildesheim der Hanse bei. 1542 fand die Reformation durch den Mitstreiter Martin Luthers, Johannes Bugenhagen, Einzug in die Stadt.

Doch bestand das Bistum Hildesheim sowohl als katholische Diözese wie als Reichsfürstentum (Hochstift) weiter, und der Dom sowie die Klosterkirchen (St. Michael nur teilweise) blieben katholisch. Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 wie alle geistlichen Territoriensäkularisiert, die Diözese Hildesheim 1824 neu umschrieben. Stadt und Stift kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeordnet und 1815 wurde die Stadt Sitz eines Amtes, das ab 1823 zur neu gebildeten "Landdrostei Hildesheim" gehörte. Die Stadt selbst genoss jedoch von Anfang an eine gewisse Selbständigkeit. Das Amt Hildesheim wurde mehrfach verändert, u.a. wurden 1852 Gemeinden dem benachbarten Amt Marienburg zugeschlagen, dessen Sitz sich ebenfalls in Hildesheim befand. 1859 wurden dem Amt Hildesheim 16 Gemeinden des aufgelösten Amtes Ruthe zugeordnet.

Historischer Stadtplan von Hildesheim von 19101866 kam Hildesheim mit dem gesamten Königreich Hannover wieder zu Preußen. 1885 erhielt Hildesheim den Status einer Kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Amt Hildesheim hervorgegangenen Landkreises Hildesheim sowie des aus der Landdrostei Hildesheim hervorgegangenen Regierungsbezirks Hildesheim. Der Landkreis Hildesheim wurde in der Folgezeit mehrmals verändert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Zentrum von Hildesheim am 22. März 1945 durch einem alliierten Bombenangriff fast vollständig zerstört. Die als Nürnberg des Nordens bekannte Fachwerk-Altstadt lag in Schutt und Asche.

Ab 1948 begann der Wiederaufbau der Stadt und ihrer Baudenkmäler. Zuvor 1946 wurde der 1885 entstandene Landkreis Marienburg mit dem Landkreis Hildesheim vereinigt. 1970 wurde Hildesheim Hochschulstadt, als die "Abteilung Hildesheim der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen" ihren Betrieb in Hildesheim aufnahm. Die Eingemeindungen der 1970er Jahre führten zum Anstieg der Einwohnerzahl, so dass 1974 die Großstadt-Grenze erreicht wurde.

Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde die Stadt Hildesheim dem Landkreis Hildesheim eingegliedert, der gleichzeitig um den bisherigen Landkreis Alfeld (Leine) vergrößert wurde. 1978 erfolgte schließlich die Auflösung des Regierungsbezirks Hildesheim. Bis zur Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen Ende 2004 gehörte der Landkreis Hildesheim und mit ihm die Stadt Hildesheim zum Regierungsbezirk Hannover.

2005: Silber bei Unsere Stadt blüht auf.

Wuchs die Einwohnerzahl von Hildesheim im Mittelalter und am Anfang der Neuzeit auf Grund der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam, beschleunigte sich das Wachstum mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Hatte die Stadt 1803 erst 11.000 Einwohner, so waren es 1900 schon 43.000. Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl auf 72.495. Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt knapp die Hälfte seiner Bewohner (33.000 Personen). Am 1. Mai 1945 lebten noch 39.492 Menschen in Hildesheim. 1950 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht.

Am 1. März 1974 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Hildesheim durch die Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Gleichzeitig erreichte die Bevölkerungszahl mit 107.629 ihren historischen Höchststand. Ende September 2005 lebten in Hildesheim nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 102.654 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Im Jahre 815 wurde das Bistum Hildesheim gegründet, und die sächsische Bevölkerung des Gebiets wurde christianisiert. Ab etwa 1000 (ottonische Reichsreform) waren die Bischöfe zugleich Reichsfürsten über das Hochstift Hildesheim. Dessen Gebiet war jedoch sehr viel kleiner als die kirchliche Diözese, die weit in die Lüneburger Heide reichte. Während die Altstadt zum Archidiakonat St. Andreas gehörte, war die Neustadt wohl seit dem 12. Jahrhundert einem besonderen Archidiakonat unter dem Dompropst unterstellt. Außerdem gab es ein Archidiakonat St. Nikolai, zu dem die 1196 gegründete Dammstadt gehörte.

Ab 1300 verlor der Bischof große Teile seiner landesherrlichen Gewalt über die Stadt, da sich die Bürger ein eigenes Stadtrecht gaben. Hildesheim wurde jedoch nie freie Reichsstadt. Gegen die Reformation hatte sich der Rat der Stadt unter Bürgermeister Wildefuer lange gewehrt. Nach dessen Tod wurde 1542 der Mitstreiter Martin Luthers Johannes Bugenhagen nach Hildesheim gerufen, der eine lutherische Kirchenordnung einführte. Danach waren St. Andreas und St. Lamberti sowie die Klosterkirchen St. Michaelis, St. Pauli und St. Martini lutherisch, während der Dom, die Stiftskirche Heiligkreuz und die Klöster St. Godehard und St. Magdalenen katholisch blieben.

Der Bischofssitz Hildesheim ging nicht unter, sondern besteht, neben Osnabrück, als einziger in Norddeutschland seit seiner Gründung ununterbrochen fort. Für die lutherische Bevölkerung sah sich der Magistrat der Stadt als Inhaber des landesherrlichen Kirchenregiments und "oberster Bischof" der Stadt (einschließlich der Neustadt) und setzte als Verwaltungsbehörde ein Konsistorium mit einem Stadtsuperintendenten ein. Durch den Dom mit seinem Personal, die zahlreichen Klöster sowie den Bevölkerungsaustausch mit den umliegenden, katholisch gebliebenen Stiftsdörfern war Hildesheim eine gemischtkonfessionelle Stadt (ca. 1/3 Katholiken).

Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 säkularisiert. Erst jetzt wurden auch die Benediktinerklöster St. Michael und St. Godehard, das Mauritiusstift, das Sültekloster und andere verbliebene Ordensniederlassungen aufgelöst und ihr Grund- und Gebäudebestand der Klosterkammer zugeführt. Stadt und Stiftsgebiet kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeteilt.

Die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehören seitdem zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Stadt wurde Sitz eines Landessuperintendenten. Dessen Amtsbezirk wird heute als Sprengel bezeichnet, der aus mehreren Kirchenkreisen besteht. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Hildesheim gehören heute zum Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Innerhalb der Landeskirche gibt es auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft. Daneben gibt es auch eine Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Hildesheim, die zur Evangelisch-reformierten Kirche gehört.

Die Grenzen des katholischen Bistums Hildesheim wurden 1824 neu festgelegt. Bis 1930 gehörte es zur Kirchenprovinz Köln, dann zum Erzbistum Paderborn und 1995 wurde es der neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) zugeordnet. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Hildesheim, das aus fünf Seelsorgeeinheiten besteht. Ferner ist Hildesheim der Sitz des für ganz Deutschland zuständigen Bistums der Serbisch-Orthodoxen Kirche (im Stadtteil Himmelsthür).

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) eine Freie Evangelische Gemeinde (FEG), eine Gemeinde Christi und ein Pfingstgemeinde. Darüber hinaus ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche in Hildesheim vertreten. Seit dem hohen Mittelalter gab es in Hildesheim eine jüdische Gemeinde, die seit 1849 eine repräsentative Synagoge auf dem Lappenberg besaß. Diese wurde in der Reichspogromnacht 1938 zerstört.

Im Zuge der nationalsozialistischen Rassenpolitik wurde die gesamte jüdische Bevölkerung Hildesheims deportiert und fast ausnahmslos in Vernichtungslagern umgebracht. An der Stelle der alten Synagoge steht heute ein bemerkenswerter Gedenkstein. Erst 1997 konnte eine neu gegründet werden[1], zu der heute gut dreißig Familien zählen. Dies entspricht etwa 113 Mitgliedern. Eine Aufarbeitung der Geschichte Hildesheims während der Nationalsozialistischen Herrschaft wurde von der Universität Hannover durchgeführt.

Am Altstädter Markt überstanden als einzige Bauten Rathaus und Tempelhaus, wenn auch erheblich beschädigt, den verheerenden Bombenhagel im März 1945. Seit in den 80er Jahren auch das berühmte Knochenhaueramtshaus und das benachbarte Bäckeramthaus (beides Fachwerkhäuser) sowie Fassaden anderer Gebäude stilgerecht rekonstruiert werden konnten, bietet der seither Historischer Marktplatz genannte touristische Mittelpunkt der Stadt wieder das geschlossene Bild des einstigen Bürger- und Handelszentrums.

Der erste Dombau entstand im 9. Jahrhundert unter Bischof Altfrid. Alle Nachfolgebauten erheben sich auf dessen Fundamenten. Nach der Kriegszerstörung durch den großen Luftangriff am 22. März 1945 wurde die Barockisierung des Doms aufgegeben und eine Wiedererrichtung in angenommenen "frühromanischen" Formen durchgeführt. Weltberühmt sind die Bronzegüsse aus der Zeit Bischof Bernwards (993-1022): Bernwardstür (mit Darstellungen aus der Heilsgeschichte) und Christussäule (mit Darstellungen der Taten Christi). Weitere Schätze sind der Heziloleuchter (roman. Leuchterkrone in der Vierung, "himmlisches Jerusalem") und der spätromanische Bronze-Taufbrunnen. Berühmt ist außerdem der "tausendjährige" Hildesheimer Rosenstock an der Domapsis, der den Feuersturm des Zweiten Weltkriegs überstanden hat und das Wahrzeichen von Hildesheim ist. Der Dom selbst war so stark zerstört, dass er nach Abschluss des Wiederaufbaus am 26. März 1960 durch den damaligen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen neu konsekriert werden musste. Der Domschatz ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO.

St. Michaelis wurde von Bischof Bernward zu Beginn des 11. Jahrhunderts als seine Grabeskirche begonnen und unter Bischof Godehard fertiggestellt. Das vorromanische ("ottonische") Baukonzept verbindet den Gedanken der "Gottesstadt" mit einer geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Im 12. Jahrhundert wurden bis auf 2 alle Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schließlich der Westchor erweitert sowie die bemalte Langhausdecke (Stammbaum Christi) ausgeführt (Johannes Sommer datiert in seinem Buch 1999 ISBN 3-7845-7410-6 die Westchor-Erweiterung und die Deckenmalerei in die Jahre gegen 1200 und begründet dies hauptsächlich damit, dass es nach dem 1204 resignierten Abt Theoderich II. im Kloster keine Persönlichkeit mehr gab, die zu solchen Leistungen fähig gewesen wäre). Neben dieser Deckenmalerei als bedeutendes Ausstattungsstück blieb der nördliche Teil der spätromanischen Chorschranke erhalten. Nach zahlreichen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte wurde St. Michael nach der Kriegszerstörung in der ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut und durch Glasfenster von Charles Crodel vollendet. Sie ist eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt und kann somit als städtisches Wahrzeichen bezeichnet werden. Sie ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO und dient der Stadt als Werbemotiv auf den braunen Hinweisschildern an der Autobahn A7, da sie sich durch ihre prägnante Form leichter einprägt als der Hildesheimer Dom.

Die St. Godehard Basilika wurde im 12. Jahrhundert nach der Heiligsprechung des Benediktinerabts und späteren Hildesheimer Bischofs Godehard (Gotthard) als benediktinische Klosterkirche im hochromanischen Stil erbaut und ist bis heute ohne wesentliche Veränderungen erhalten (Ausmalung und Ausstattung 19. Jh.). Teile des Klausurbereichs (Ostflügel mit Kapitelsaal, Südflügel mit spätmittelalterlichen gewölbten Kellerräumen) sind erhalten, jedoch wurden die südlichen Raumteile bei einer Umbaumaßnahme in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Substanz beeinträchtigt. Die Kirche wurde 1963 zur päpstlichen Basilika minor erhoben.

Die St. Andreaskirche, heute evangelisch-lutherisch, ist eine Markt- und Bürgerkirche im gotischen Stil. Sie wurde um 1140 als romanische Basilika erbaut, die teilweise im Mauerwerk des heutigen Turms erhalten ist. Seit etwa 1200 war sie Stiftskirche. Der gotische Bau wurde 1389-1504 errichtet. Hier führte Johannes Bugenhagen am 1. September 1542 die Reformation in Hildesheim ein. Der Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf 114,5 m gemauert, ist der höchste Kirchturm Niedersachsens und gehört damit zu den höchsten Kirchen der Welt. In der Basilika befindet sich eine der größten und schönsten Orgeln Norddeutschlands mit 63 Registern und 4734 Pfeifen, der der mächtige Kirchenraum ein ungewöhnliches Klangvolumen verleiht.

Bislang in einer Stadtvilla am Rand des Zentrums und in über 20 Nebenstellen untergebracht, hat die Musikschule ab 1.Dezember 2005 ihr Domizil in der ehemaligen Waterloo-Kaserne 24 A gefunden. Rund 1800 Schülerinnen und Schüler werden von ca. 65 Instrumentallehrkräften unterrichtet. Die Altersspanne reicht hierbei von den "Musikspielen für die Jüngsten" (für 1 1/2-jährige) bis zur 98-jährigen Schülerin im "Musiktreff für Erwachsene".

Das einzige feste Panflötenensemble Deutschlands ist in Hildesheim beheimatet. Als Ensemble-Angebot der Musikschule Hildesheim e.V. besteht das Panflötenensemble SYRINX seit 2003 mit derzeit 16 Mitgliedern.

Hildesheim hat eine bemerkenswerte Kneipendichte und hierbei ein großes Angebot verschiedener Stilrichtungen, wobei eine räumliche Konzentration im Bereich des Hindenburgplatzes, der Schuhstraße und der Friesenstraße und somit in unmittelbarer Innenstadtlage festzustellen ist; des weiteren finden sich vereinzelt Diskotheken im Stadtgebiet und in Gewerbegebieten und Außenbezirken.

Im Postamt des Hildesheimer Stadtteils Himmelsthür (damals noch selbstständige Gemeinde) wurde 1967 das erste Weihnachtspostamt Deutschlands eingerichtet. Tausende Kinder schreiben bis heute in jedem Jahr Briefe "an den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim" und erhalten nach einigen Tagen eine Antwort. Mit dem Himmelsthürer Weihnachtsstempel entwertete Weihnachtssonderbriefmarken sind weltweit Sammlerobjekte für Philatelisten. Kürzlich wurde die Himmelsthürer Postfiliale ("das himmlische Postamt") ungeachtet der weltweiten Bekanntheit und trotz erheblicher Proteste von Kommunalpolitikern und der Stadtteilbewohner durch die Deutsche Post AG geschlossen. Kinderbriefe an den Himmelsthürer Weihnachtsmann werden aber weiterhin beantwortet.

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