Reute im Breisgau ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen im Südwesten von Baden-Württemberg etwa 10 km nordwestlich von Freiburg im Breisgau.

Reute liegt in der Freiburger Bucht zwischen dem Kaiserstuhl und dem Schwarzwald. Am südlichen Dorfrand durchfließt die Glotter die Gemeinde.

  Anne Schumacher Logopädie Emmendingen

Reute besteht aus den Ortsteilen Oberreute und Unterreute.

Der Name Reute geht auf einen alten Ausdruck für eine Rodung zurück. Urkundlich erstmals erwähnt ist Reute im Lorscher Codex, in dem die Schenkung eines Besitzes im Orte Reuden in den Jahren 772/773 dokumentiert ist.

Die Siedlungsgeschichte geht allerdings noch deutlich weiter zurück. Archäologische Befunde in der Gemarkung Reute weisen nach, dass sich hier seit Tausenden von Jahren immer wieder Siedlungen befanden. Schon um etwa 100 n.Chr., in der Zeit der römischen Herrschaft, wurde die Gegend landwirtschaftlich genutzt. Die römischen Gutshöfe wurden etwa im 3. Jahrhundert aufgegeben, als verstärkt alemannische Verbände in den Breisgau vordrangen.

Seit der frühen Neuzeit gehörte Reute zu Vorderösterreich. Die Leibeigenschaft wurde erst 1783 abgeschafft. Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses fiel der Ort 1806 an das Großherzogtum Baden, das es dem Oberamt Freiburg zuordnete.

Da im österreichischen Reute im Gegensatz zu den badischen Dörfern der Umgegend die Reformation nicht eingeführt wurde, blieb es eine katholische Enklave in evangelischem Gebiet.

Mit der Gemeinde Walthersdorf in Sachsen verbindet Reute eine offizielle Partnerschaft.

In Oberreute besteht eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule.

In Unterreute steht eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert.

In Oberreute wurde von der Narrenzunft "Riddemer Schrättele e.V." im Jahre 2004 ein kleiner Park angelegt und die Narrenfigur in Form eines Brunnens aufgestellt.


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