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Geschichte des Kreises Düsseldorf

Düsseldorf ist die Hauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalen.

In der Mitte der Metropolregion Rhein-Ruhr und des zentralen europäischen Wirtschaftsraums gelegen gilt Düsseldorf als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren Deutschlands. Die Messestadt ist Sitz einer Vielzahl börsennotierter Unternehmen, ist der umsatzstärkste deutsche Werbe- und Modestandort sowie ein wichtiger Banken- und Börsenplatz.

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Der Düsseldorfer Flughafen ist das interkontinentale Drehkreuz von Nordrhein-Westfalen. Die Stadt am Rhein verfügt über zwei Binnenhäfen und ist Sitz von vier Hochschulen, darunter der renommierten Kunstakademie und der Heinrich-Heine-Universität. Überregional ist Düsseldorf für seinen Einkaufsboulevard Königsallee, die Altstadt sowie den Karneval bekannt. Zahlreiche Museen und Galerien sind weitere Anziehungspunkte für Touristen und Einheimische.

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Bemerkenswert ist die große Anzahl asiatischer Einwohner, darunter die japanische Gemeinde. Düsseldorf wird gemäß der GaWC-Studie als Weltstadt der Kategorie Beta World Cities − eingestuft, nachdem es zur Jahrtausendwende noch der Kategorie Gamma World Cities + angehörte. In nationalen und internationalen Städtevergleichen erreicht Düsseldorf regelmäßig gute bis sehr gute Ergebnisse.

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Düsseldorf liegt im mittleren Teil des Niederrheinischen Tieflands – überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des namensgebenden Flüsschens Düssel. Lediglich die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen am linken Rheinufer.

 

Die Stadt ist Teil der prosperierenden Rheinschiene und grenzt südwestlich an das Ruhrgebiet. Sie liegt damit im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr sowie im Übergangsbereich zwischen dem Niederrhein und dem Bergischen Land, zu dem die Stadt, historisch betrachtet, gehört. Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Westen Deutschlands.

 

Sie zählt zu den größten Verdichtungsräumen in Europa und ist der größte in Deutschland. In den 20 kreisfreien Städten und 10 Kreisen der Region leben rund 11 Millionen Einwohner auf knapp 10.000 km² (Stand 2005). Allein in einem Umkreis von 50 Kilometern um Düsseldorf leben etwa neun Millionen Menschen.

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Die zentrale Lage im größten Ballungsraum Deutschlands, die Hauptstadtfunktion für das bevölkerungsreiche Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie die hervorragende Ausstattung mit Infrastrukturen und Angeboten aller Art verschaffen der Stadt große Fühlungs- und Agglomerationsvorteile, die ihr Wachstum und die Entstehung innovativer Milieus erheblich begünstigen.

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Eine Reihe von Agglomerationsnachteilen, etwa ein häufig kollabierendes Verkehrsnetz, ein extrem belastendes Stadtklima oder Immobilienpreise auf europäischem Spitzenniveau, bleiben der Stadt andererseits erspart, weil sie selbst keine Millionenstadt ist, einem polyzentrischen Städtenetz angehört und weil landschaftliche Freiräume sowie Erholungsgebiete sie allseits nah umgeben.

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Die Lage am Rhein gibt der Stadt die Möglichkeit, mit ihrer Skyline das Stadtbild im Kontrast zum Fluss, der aufgrund seiner Größe einen weitläufigen Landschaftsraum bildet, imposant zu inszenieren und beides zu einer einprägsamen Stadtlandschaft zu verschmelzen.

Der höchstgelegene Punkt im Stadtgebiet (der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath) misst 165 m, der niedrigste Punkt (die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer) 28 m ü. NN.

 

Das Klima des Düsseldorfer Raumes ist durch die reliefbedingte Öffnung in Richtung Nordsee ozeanisch geprägt. Überwiegend nördliche und westliche Windströmungen tragen feuchte Luftmassen heran. Die Folgen sind milde, schneearme Winter und mäßig warme und feuchte Sommer. Insgesamt ist die Witterung wechselhaft. So gibt es in der Stadt bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C im Mittel rund 770 mm Niederschlag.

 

Im Durchschnitt fällt lediglich an fünf Tagen im Jahr Schnee. Der Raum Düsseldorf gehört zu den Gebieten mit den mildesten Wintern in Deutschland. Die Stadt liegt in einer Zone stetiger Westwinde, und atlantische Tiefdruckgebiete sorgen häufig für eine starke Bewölkung, so dass im Jahresmittel der Himmel an 66 % der Tage bedeckt ist. Mit 1364 Sonnenstunden nimmt Düsseldorf in der Liste der sonnenscheinreichen Städte in Deutschland eher einen der hinteren Plätze ein. Das milde Klima ermöglicht es, dass selbst exotische Pflanzen wie Hanfpalmen und Yuccas im Freien gedeihen.

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Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht aus 10 Stadtbezirken, die in 49 Stadtteile unterteilt sind. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit 19 Mitgliedern unter Vorsitz eines Bezirksvorstehers. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören und werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt.

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Im Gegensatz zu anderen nordrhein-westfälischen Großstädten haben die Stadtbezirke in Düsseldorf keine eigenen Namen, sondern sind von 1 bis 10 durchnummeriert. Die meisten Einwohner hat der Stadtbezirk 3 mit ca. 109.000 Einwohnern, mit Bilk (rund 37.000 Menschen leben dort) liegt auch der einwohnerreichste Stadtteil im Stadtbezirk 3. Die geringste Bevölkerung hat dagegen der Stadtbezirk 10 mit etwa 25.000 Bewohnern.

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Die Stadtbezirke und Stadtteile sind im Einzelnen:

* Bezirk 1: Altstadt, Derendorf, Golzheim, Carlstadt, Pempelfort, Stadtmitte
* Bezirk 2: Düsseltal, Flingern-Nord, Flingern-Süd
* Bezirk 3: Bilk, Flehe, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Oberbilk, Unterbilk, Volmerswerth
* Bezirk 4: Heerdt, Lörick, Niederkassel, Oberkassel
* Bezirk 5: Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lohausen, Stockum, Wittlaer

* Bezirk 6: Lichtenbroich, Mörsenbroich, Rath, Unterrath
* Bezirk 7: Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath, Ludenberg
* Bezirk 8: Eller, Lierenfeld, Unterbach, Vennhausen
* Bezirk 9: Benrath, Hassels, Himmelgeist, Holthausen, Itter, Reisholz, Urdenbach, Wersten
* Bezirk 10: Garath, Hellerhof

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Weitere Informationen zum Thema befinden sich in der Liste der Stadtbezirke von Düsseldorf und der Liste der Stadtteile von Düsseldorf.

Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg und an die Stadt Ratingen, im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) sowie im Westen an die Städte Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss).

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Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp in einer Schreinskarte kann nicht sicher datiert werden und stammt frühestens aus dem Jahr 1135. Am 5. Juni 1288 fand die Schlacht von Worringen statt, in deren Folge Graf Adolf V. von Berg Düsseldorf am 14. August 1288 die Stadtrechte verlieh. Die nur 3,8 Hektar umfassende Stadt war kaum mehr als ein umwalltes Dorf, das die Westgrenze der Grafschaft Berg markierte.

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1380 wurde Graf Wilhelm II. in den Reichsfürstenstand erhoben. Der neue Herzog beschloss, Düsseldorf zu seiner neuen Residenz auszubauen. 1382 wurde erstmals eine Burg urkundlich erwähnt. Zwischen 1384 und 1394 wurde die Stadt erheblich erweitert. Durch geschickte Heiratspolitik vereinigten die Herzöge von Berg die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg.

In den Jahren 1538 bis 1543 war Düsseldorf die Hauptstadt eines Verbundes von Territorialstaaten, der neben Jülich-Kleve-Berg auch das Herzogtum Geldern, die Grafschaften Mark, Ravensberg und Zutphen sowie die Herrschaft Ravenstein umfasste. Insbesondere unter Wilhelm dem Reichen wurde die Region zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität. 1585 wurde bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausgerichtet.

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Dabei kam zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik (Titel: Orpheus und Amphion) zur Aufführung. Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederaufbau und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 und einem Erbfolgestreit zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.

Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits gehörte Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg zum Haus Pfalz-Neuburg, ein Zweig des Adelsgeschlechtes der Wittelsbacher. Der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (von den Düsseldorfern „Jan Wellem“ genannt) erwählte Düsseldorf zu seiner Hauptresidenz.

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In dieser Zeit erfuhr die Stadt eine beachtliche städtebauliche Entwicklung, die sich unter Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz fortsetzte, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Carlstadt anlegen ließ. Jedoch hatte Düsseldorf zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Status als Hauptresidenz an Mannheim, später an München verloren, von wo aus Karl Theodor die Territorien Kurpfalz-Bayern und Jülich-Berg regierte. Eine weitere kurze Blüte der Stadt erfolgte unter dem pfälzischen Statthalter Johann Ludwig Franz Graf von Goltstein.

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Seit 1732 weiter neuzeitlich befestigt, wurde die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 von Herzog Ferdinand von Braunschweig nach Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde Düsseldorf nach einem heftigen Bombardement den Franzosen durch Kapitulation übergeben und blieb in deren Besitz, bis es im Frieden von Lunéville 1801 an Kurpfalz-Bayern zurückgegeben wurde. Daraufhin erfolgte die Schleifung der Festungswerke.

Doch bereits infolge des Vertrags von Schönbrunn und des Vertrags von Brünn gelangte die Stadt ab 1806 wieder unter französischen Einfluss und wurde Landeshauptstadt des Großherzogtums Berg, das auf der Grundlage der Rheinbundakte als souveräner, mit Frankreich alliierter Staat aus dem Heiligen Römischen Reich ausschied und bis 1813 Bestand hatte. Großherzöge waren Joachim Murat bis 1808, sodann Napoleon selbst, schließlich ab 1809 unter Napoleons Regentschaft sein minderjähriger Neffe Napoléon Louis Bonaparte. Bald nach der Völkerschlacht bei Leipzig verließen die französischen Truppen das Gebiet des Großherzogtums.

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Das von den Franzosen verlassene Großherzogtum Berg wurde ab Ende 1813 von Truppen des Königreichs Preußen besetzt und von preußischen Beamten als Generalgouvernement Berg interimistisch verwaltet. Auf der Grundlage der Neuordnung Europas, die in den Jahren 1814 bis 1815 auf dem Wiener Kongress verhandelt worden war, nahm der preußische König Friedrich Wilhelm das Territorium und dessen Hauptstadt Düsseldorf am 5. April 1815 schließlich in Besitz.

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Rechtlich gehörte es ab dem 21. April 1815 zu Preußen. Düsseldorf wurde 1816 Sitz des Landkreises Düsseldorf. Düsseldorf selbst war dabei aber zunächst kreisfreie Stadt, doch schon 1820 wurde die Stadt in den Landkreis Düsseldorf eingegliedert. Am 22. April 1816 nahm die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Arbeit auf. Mit der Schaffung der Rheinprovinz wurde Düsseldorf 1822 Sitz eines Landeshauptmanns und 1823 Sitz eines Provinziallandtags.

Durch die Eingliederung in Preußen hatte Düsseldorf nach über 400 Jahren den Status einer Landeshauptstadt und damit sämtliche Behörden der Landesregierung verloren. Düsseldorf war somit nur noch der Mittelpunkt einer Provinz und eine Beamtenstadt, nach Schleifung der Festungswerke von einem geschlossenen Ring ausgedehnter Parks umgeben, dem sich eine erste Stadterweiterung im klassizistischen Stil anschloss.

Nach zeitgenössischen Beschreibungen bot die Stadt insgesamt ein sehr harmonisches Stadtbild. Allerdings war die politische und administrative Bedeutung der Stadt aufgrund des Verlustes der Hauptstadtfunktion nicht so hoch wie der Rang des künstlerischen Lebens in jener Zeit, aus der Düsseldorfs Ruf als Kunst- und Gartenstadt stammt.

Ab Mitte der 1830er Jahre erfasste der durch die Industrialisierung ausgelöste gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbruch die kleine preußische Provinzstadt. Die Dampfschifffahrt auf dem zunehmend regulierten Rhein, die Einrichtung eines Freihafens (1831) sowie die Anlage der ersten Eisenbahnstrecken (1838) schufen die Voraussetzungen für die Entwicklung Düsseldorfs zur Industriestadt.

1837 fand die erste Gewerbeausstellung in der Flinger Straße statt, die Grundlage für die spätere Entwicklung zur Messestadt. Ab 1850 siedelten sich die ersten Stahlwerke unter anderem in Oberbilk an. Es folgten zahlreiche weitere Industriebetriebe wie beispielsweise die Gerresheimer Glashütte. Allerdings dominierte bis 1870 noch das Textilgewerbe.

1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Um 1880 bestand es aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf) mit engen und unregelmäßigen Straßen sowie den beiden Mündungen der nördlichen und der südlichen Düssel, der Carlstadt an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690–1716 erbaut wurde, der Friedrichstadt am Südostende, der Königstadt und schließlich Pempelfort an der Ostseite.

1880 fand in Düsseldorf eine Gewerbeausstellung statt, die über eine Million Besucher anzog und der Stadt weitere Wachstumsimpulse gab. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lebten in der Stadt auf 49 Quadratkilometern Fläche 95.458 Menschen. Die 50 Jahre zuvor noch politisch und wirtschaftlich unbedeutende preußische Stadt stand an der Schwelle der Entwicklung zu einer der bedeutenden Groß- und Industriestädte des neugegründeten Deutschen Reichs. In der Zeit von 1880 bis 1900 stieg die Bevölkerung um mehr als das Doppelte auf über 215.000 Einwohner an.

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An der Wende zum 20. Jahrhundert war Düsseldorf eine geschäftige und aufstrebende Industriestadt. 1902 folgte eine große Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung mit über 2500 Ausstellern auf einem 70 Hektar großen Gelände am Rheinufer, die weltweit Beachtung fand. Die gute Finanzverfassung und die niedrigen Steuern zogen vermögende Leute und Unternehmen aus dem ganzen Reich an.

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1909 erfolgten die ersten großen Eingemeindungen seit dem Mittelalter. Die Stadt wuchs um 62,5 km² und rund 63.000 Einwohner und hatte eine Gesamteinwohnerzahl von 345.000. Auf der Golzheimer Heide wurde ein Zeppelinflugfeld eingerichtet und 1912 wurden Pläne für die „Millionenstadt Düsseldorf“ vorgestellt. Nichts schien das Wachstum der Stadt aufhalten zu können. Vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde sie überrascht.

Am 31. Juli 1914 übernahm das Militär die Exekutive und am folgenden Tag wurde die allgemeine Mobilmachung verkündet. Schon bald veränderte sich das Leben in der Stadt merklich. Die Düsseldorfer Industrie stellte auf Kriegsproduktion um und wurde eine der größten Waffenschmieden des Reiches. Die Stadt wandelte sich zu einem Nachschubzentrum und Lazarettstandort. 1915 waren 46.000 Reservisten in Düsseldorf stationiert, 1917 gab es rund 8000 Lazarettbetten.

Durch den wirtschaftlichen Niedergang sank der Hafenumschlag auf unter 30 % des Vorkriegsniveaus. Die Geburtenzahlen verringerten sich um 42 %; es herrschte Mangel an Lebensmitteln und Kleidung; die Sterberaten stiegen massiv an; über 10.000 Soldaten kehrten nicht mehr zurück. Im Juni 1917 kam es wegen des Hungers in der Bevölkerung zu Protesten und zu Plünderungen von Läden. Mehrfach wurde der Belagerungszustand verkündet.

Am 8. November 1918 trugen aus Köln kommende Matrosen die Novemberrevolution in die Stadt. Es bildete sich ein provisorischer Arbeiter- und Soldatenrat, der in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zunächst die öffentliche Ordnung aufrechterhalten konnte. Am 4. Dezember 1918 besetzten belgische Truppen die linksrheinischen Stadtteile. Himmelgeist und das damals noch selbständige Benrath waren britisch besetzt. Der Rest der Stadt lag in der entmilitarisierten Zone. Die Soldaten schieden formell aus dem Arbeiter- und Soldatenrat aus, der Arbeiterrat formierte sich neu.

Vom 7. bis zum 9. Januar 1919 übernahm nach Streiks, Besetzung von Zeitungsredaktionen und einer Massendemonstration gegen die Regierung Ebert-Scheidemann ein Vollzugsrat des Arbeiterrates aus Mitgliedern des Spartakusbundes und linken USPDlern die Macht. Ziel dieser Gruppen war eine Revolution nach russischem Vorbild. Der Hauptbahnhof, das Polizeipräsidium und das Fernsprechamt wurden besetzt. Aus dem Gefängnis Ulmer Höh wurden rund 150 Insassen befreit.

Oberbürgermeister Oehler, Regierungspräsident Kruse und einige andere Personen des öffentlichen Lebens konnten sich ins belgisch besetzte Oberkassel retten, andere angesehene Bürger wurden als Geiseln genommen. Aus Protest legten am 10. Januar die städtischen Beamten die Arbeit nieder. Karl Schmidtchen wurde als Oberbürgermeister eingesetzt. Es kam zu Streiks und blutigen Zusammenstößen mit zahlreichen Toten und Schwerverletzten in der Graf-Adolf-Straße.

Nach fünf Wochen, am 28. Februar 1919, wurde die Stadt vom Freikorps Lichtschlag erobert und der Vollzugsrat abgesetzt. Dennoch kam es bis Mitte April 1919 immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Spartakisten und den reaktionären Freikorpstruppen, insbesondere während der Generalstreiksbewegung an der Ruhr vom 8. bis zum 13. April. Heftig umkämpft war der Stadtteil Oberbilk, der nur mit Artillerieunterstützung erobert werden konnte. Bis 1933 blieb Düsseldorf in weiten Teilen dennoch eine „rote Stadt“.

Am 8. März 1921 rückten gegen Mittag französische und belgische Truppen in Düsseldorf und anderen Ruhrgebietsstädten ein und besetzten sie. Hintergrund war die Weigerung der Reichsregierung, Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag in Höhe von 269 Milliarden Goldmark anzuerkennen. Zwei Jahre später begannen die Franzosen von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus mit der Besetzung des Ruhrgebiets.

Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung endete die Besetzung des Ruhrgebiets und Düsseldorfs. 1929 ging der Landkreis Düsseldorf größtenteils im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der nördliche Teil wurde den Städten Duisburg und Mülheim zugeschlagen. Düsseldorf-Mettmann wurde bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten kam es schon am 11. April 1933 in Düsseldorf zur ersten Verbrennung „unerwünschter Literatur“ (unter anderem von Büchern Heinrich Heines) durch die Hitlerjugend. Am 10. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht die Synagogen auf der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt wurde verfolgt und mindestens acht Personen wurden ermordet. Am 27. Oktober 1941 fuhr der erste Zug mit Düsseldorfer Juden vom Güterbahnhof Derendorf in die deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen. 1944 lebten in den etwa 400 Lagern Düsseldorfs rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere tausend Kriegsgefangene sowie KZ-Häftlinge, die Zwangsarbeit leisten mussten.

Im Zweiten Weltkrieg fielen 1940 die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5000 Tote unter der Zivilbevölkerung. Etwa die Hälfte der Gebäude wurde zerstört, rund 90 Prozent wurden beschädigt. Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz waren größtenteils zerstört. Die Trümmermenge wurde auf etwa zehn Millionen Kubikmeter geschätzt. Ab dem 28. Februar 1945 wurde Düsseldorf für sieben Wochen zur Frontstadt mit amerikanischem Dauerbeschuss vom linken Rheinufer und im März immer mehr eingekreist.

Im April versuchten einige Düsseldorfer Bürger des Widerstands um Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen bei Schutzpolizei-Kommandeur Franz Jürgens die Festsetzung des Polizeipräsidenten Korreng zu erwirken, um die Stadt kampflos an die Alliierten zu übergeben. Der Putschversuch gelang zunächst, wurde dann aber verraten. Nach der Befreiung Korrengs durch loyale Kräfte von Gauleiter Friedrich Karl Florian, der fünf der Widerstandsmitglieder standrechtlich erschießen ließ (darunter Jürgens), gelang es den beiden letzten Mitgliedern Rechtsanwalt Wiedenhofen und Architekt Aloys Odenthal zu entkommen, die im Osten der Stadt heranrückenden amerikanischen Streitkräfte zu erreichen und die endgültige Zerstörung der Stadt durch einen bereits vorbereiteten großen Luftangriff abzuwenden.

Am 17. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen, von Mettmann kommend, Düsseldorf nahezu kampflos. Nur noch etwa die Hälfte der Bewohner lebte in der in weiten Teilen zerstörten Stadt. Die britische Militärregierung setzte bereits im Juni 1945 eine deutsche Kommunalverwaltung ein. Am 23. August 1946 gründeten die Briten das Land Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf als Hauptstadt. Mit Wohnungsnotprogrammen konnten bis 1947 etwa 70.000 Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. 1947 fand bereits wieder eine erste Messe in Düsseldorf statt. 1949 erreichte die Einwohnerzahl schon fast wieder Vorkriegsniveau, der systematische Wiederaufbau setzte Anfang der 1950er Jahre ein.

Mit dem Neuordnungsplan von 1950 wurden die Grundlagen für die weitere Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte geschaffen, die das Stadtbild und die Verkehrsführung entscheidend verändern sollte. Zahlreiche Straßen wurden verbreitert und zerstörte Gebäude um zwei bis drei Geschosse höher wieder aufgebaut. Ab Mitte der 1950er Jahre entstanden die ersten Hochhäuser. Düsseldorf entwickelte sich zur Verwaltungsstadt. Dennoch blieb Düsseldorf bis in die 1980er Jahre ein bedeutender Industriestandort. Aufgrund der Nähe zum Ruhrgebiet sowie zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn ließen sich zahlreiche Verbände und Interessensvertretungen aus dem Stahlbereich in der Stadt nieder. Die 1960er und 1970er Jahre brachten große Veränderungen. Die Stadt hatte in dieser Zeit den höchsten Bevölkerungsstand ihrer Geschichte. Ab 1961 entstand mit Garath ein völlig neuer Stadtteil in Form einer Trabantenstadt am südlichen Stadtrand. 1965 wurde Düsseldorf Universitätsstadt. Es folgten 1970 die Eröffnung des neuen Schauspielhauses, 1971 der Neuen Messe und 1978 der Tonhalle. 1975 erfolgte die größte Eingemeindung seit 1929. Es entstanden zwei neue Rheinbrücken und es wurde mit dem Bau einer U-Bahn begonnen, deren erste Strecke 1981 eingeweiht werden konnte.

In den 1980er Jahren wurde mit weiteren städtebaulichen Projekten das Stadtbild abermals nachhaltig verändert, dem Neubau des Landtages, der Entwicklung des Medienhafens und dem Bau des Rheinufertunnels, dessen Fertigstellung sich bis in die 1990er Jahre hinzog. Mit dem Tunnel konnte die Düsseldorfer Altstadt 1993 in Gestalt der Rheinuferpromenade wieder an den Rhein rücken. In den 1990er Jahren entwickelte sich im Medienhafen ein neues Büro-, Geschäfts- und Freizeitviertel. 1996 vernichtete ein Großbrand ein Terminal des Düsseldorfer Flughafens. Der Flughafen und die Anbindung an die Stadt wurden komplett umgeplant. Die Arbeiten waren 2003 abgeschlossen. Seit dem 12. September 2007 ist die Stadt Düsseldorf neben Dresden eine der beiden schuldenfreien Großstädte Deutschlands.

Eingemeindungen

Folgende Städte, Gemeinden und Gemeindeteile wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km² an):
* am 1. April 1908: Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist 3,57
* am 1. April 1909: Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen 3,72, Rath 14,23, Stadt Gerresheim 5,35, Eller 10,68, Himmelgeist 7,04, Heerdt (einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick) 13,52, Teil der Landgemeinde Ludenberg 4,37
* am 1. August 1929: Stadt Kaiserswerth 3,27, Lohausen 10,57, Benrath (einschließlich Wohnplätze Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach) und Garath zusammen 26,63, Teil von Wittlaer 0,41, Teil von Kalkum 0,91, Teil von Eckamp 0,90, Teil von Schwarzbach 0,70, Teil von Ludenberg 4,44, Teil von Erkrath 0,02, Teil von Büderich 0,01
* am 1. Januar 1975: Wittlaer (einschließlich Kalkum) 23,22, Stadt Angermund 8,34, Hubbelrath (mit den Siedlungsbereichen Dorf, Stratenhof, Rotthäuser Weg und Knittkuhl) 12,11, Stadt Monheim (ohne Ortsteil Hitdorf)¹ 25,81, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach 1,71, Ortsteil Unterbach der Stadt Erkrath 10,56 und Gebiet um den Elbsee der Stadt Hilden
* am 1. Januar 1980: Teile der Stadt Ratingen 0,48


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